Warten auf den 18.April

Annullierung der Saison immer noch kein Thema

31. März 2021, 21:46 Uhr

Der FLVW kann einfach keinen Schlussstrich ziehen und sich immer noch nicht zu einer Annullierung der laufenden Saison durchringen. Warum man nicht langsam Klarheit für die Vereine und auch Landesverbände schafft, bleibt das Geheimnis der Verbands Granden. Denn eines ist doch mittlerweile auch dem letzten Optimisten klar. Eine durchgängige Wertung nach der 50% Regelung, wird kaum mehr möglich sein. Höchstens in kleinen Spielklassen, wie z,B. den C-Ligen könnte man dies noch erreichen und auch im Pokal wird es unwahrscheinlich noch einen Sieger auszuspielen. Vielleicht liegt es an der Angst des Verbandes, das Vereine Rechtsmittel einsetzen könnten. Es geht schlicht um die Rechtssicherheit. Eine Annullierung der Spielzeit von „oben“ wird es nicht geben.

„Man müsse jede Staffel einzeln betrachten“, so die Aussage von Manfred Schnieders, der weiter Ausführt. „„Wenn es in einer Staffel die Chance gibt, sie zu werten, dann muss man dies auch verfolgen“. Die Hängepartie geht also weiter für die Kicker und Vereinsvertreter. 

Warum denkt der FLVW nicht über Alternativen wie beispielsweise Aufstiegsrunden nach?

Im Vorfeld der Saison 2020/2021 wurden, auch unter Beteiligung westfälischer Vereine, unterschiedliche Szenarien und Staffelgrößen durchgespielt. Als Folge wurde die „50er Regel“ mit der Option der Quotientenregel beschlossen. Ein Moduswechsel auf Verbandsebene ist mitten in der Saison aufgrund der Spielordnung grundsätzlich möglich, aber nicht geplant.

Wie geht es auf Entscheidungsebene beim FLVW weiter?

Am 8. April 2021 tagt der WDFV-Verbands-Fußballausschuss, um eine einheitliche Regelung für den Amateurfußball im Westen zu erreichen. Regelmäßige Sitzungen des westfälischen Verbands-Fußball-Ausschusses flankieren das oben genannte Treffen. Am 16. April findet auf FLVW-Ebene auch eine Sitzung des Verbandes-Jugend-Ausschusses - mit Blick auf die Coronaschutzverordnung ab 19.04.2021 - statt, im Bedarfsfall könnte im Nachgang auch kurzfristig eine Sitzung des Jugendbeirats einberufen werden. 

Neu in der Coronaschutzverordnung ist die Pflicht zur einfachen Nachverfolgbarkeit als Voraussetzung für den Trainingsbetrieb von Kindern bis einschließlich 14 Jahren. Was bietet der FLVW dazu an?

Vereine müssen Name, Adresse, Telefonnummer und Zeitraum des Aufenthalts der trainierenden Kinder erfassen. Diese Daten müssen vier Wochen lang nachvollziehbar sein. Hierzu empfiehlt der FLVW die FLVW-CheckIn App.

Warum wird die Saison 2020/2021 nicht zum jetzigen Zeitpunkt annulliert?

Die Forderungen einiger Vereine reichen von „sofortiger Einstellung“ bis hin zu schnellstmöglichen Fortsetzung und Ermittlung von Aufsteigern (und Absteigern). Seitens des FLVW ist eine sofortige Einstellung zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine mögliche Option, da die Organisation des Spielbetriebs als Satzungsaufgabe festgeschrieben ist. Gerade bei „kleineren“ Staffeln und einem entsprechenden Saisonfortschritt kann eine Wertung auch bei einem späteren Re-Start aktuell grundsätzlich nichts ausgeschlossen werden. Zum anderen können Vereine - sofern Zuschauer wieder zugelassen sind - Einnahmen durch die Spiele generieren.

Wie sill der Pokalspielbetrieb ablaufen?

Die Forderungen einiger Vereine reichen von „sofortiger Einstellung“ bis hin zu schnellstmöglichen Fortsetzung und Ermittlung von Aufsteigern (und Absteigern). Seitens des FLVW ist eine sofortige Einstellung zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine mögliche Option, da die Organisation des Spielbetriebs als Satzungsaufgabe festgeschrieben ist. Gerade bei „kleineren“ Staffeln und einem entsprechenden Saisonfortschritt kann eine Wertung auch bei einem späteren Re-Start aktuell grundsätzlich nichts ausgeschlossen werden. Zum anderen können Vereine - sofern Zuschauer wieder zugelassen sind - Einnahmen durch die Spiele generieren.

Das heißt, dass Vereinen in der Regel einer vierwöchigen Vorbereitungszeit gewährt wird?

Vertreterinnen und Vertreter des FLVW und der 29 FLVW-Kreise sind sich einig, dass den Vereinen nach der langen Zwangspause eine angemessene Zeit zum Training unter Wettkampfbedingungen - sprich: mit der gesamten Mannschaft und mit Kontakt - gewährt werden muss. Unter Federführung von Prof. Dr. Tim Meyer hat die Universität des Saarlandes eine entsprechende Studie durchgeführt, die diesen Zeitraum ebenfalls bestätigt. Sollte es die pandemische Verfügungslage zulassen, können hier zu Vorbereitungszwecken Freundschaftsspiele ausgetragen werden. Da die aktuelle Coronaschutzverordnung weiterhin den Kommunen dem Spielraum gewährt, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre das Training zu ermöglichen, könnten im Juniorinnen- und Juniorenfußball einzelnen Spiele nach Absprache mit den betroffenen Vereinen auch nach einer kürzeren Vorbereitungszeit wieder stattfinden.

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