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Derby in Höxter überstrahlt alles

08. Oktober 2021, 21:39 Uhr

Es kommt zum Landesligaderby zwischen Phönix Höxter und dem SV Ottbergen-Bruchhausen. Bökendorf absolviert das vierte Heimspiel in Folge und in der Bezirksliga hofft der SV Kollerbeck bereits am Samstag auf einen Erfolg im Topspiel.

Frauen-Westfalenliga: SV Bökendorf – DJK Arminia Ibbenbüren (Sonntag, 13:00 Uhr)

Am kommenden Sonntag trifft SV Bökendorf auf DJK Arminia Ibbenbüren. Der letzte Auftritt von SV Bökendorf verlief enttäuschend. Vor heimischem Publikum setzte es eine 0:5-Niederlage gegen SV Germania Hauenhorst. Letzte Woche gewann DJK Arminia Ibbenbüren gegen VfL Bochum 1848 II mit 3:0. Somit nimmt DJK Arminia Ibbenbüren mit zwölf Punkten den fünften Tabellenplatz ein.

Große Sorgen wird sich Vera Müller um die Defensive machen. Schon 13 Gegentore kassierte SV Bökendorf. Mehr als 2 pro Spiel – definitiv zu viel. Die Heimmannschaft steht aktuell auf Position zehn und hat in der Tabelle viel Luft nach oben. Zwei Siege und ein Remis stehen drei Pleiten in der Bilanz von SV Bökendorf gegenüber.

Erfolgsgarant für das gute Abschneiden von DJK Arminia Ibbenbüren ist die funktionierende Defensive, die erst vier Gegentreffer hinnehmen musste. In dieser Saison sammelte DJK Arminia Ibbenbüren bisher vier Siege und kassierte zwei Niederlagen.

Gegen DJK Arminia Ibbenbüren rechnet sich SV Bökendorf insgeheim etwas aus – gleichwohl geht DJK Arminia Ibbenbüren leicht favorisiert ins Spiel.


"Nach der deutlichen Niederlage gegen Hauenhorst müssen wir jetzt gegen Ibbenbüren eine klare Reaktion zeigen. Ein großes Problem letzten Sonntag war, das wir dem Gegner zu viel Raum gegeben haben und nicht gut standen. Das wollen wir gegen Ibbenbüren vermeiden und wieder mehr Aktionen nach vorne herausspielen", beschreibt Vera Müller, Trainerin vom SV Bökendorf.

Frauen Landesliga Staffel 1: Phönix 95 Höxter – SV Ottbergen-Bruchhausen (Sonntag, 13:00 Uhr)

Am Sonntag bekommt es SV Ottbergen-Bruchhausen mit Phönix 95 Höxter zu tun, einem Kontrahenten, der auf einer Welle des Erfolgs reitet. Letzte Woche siegte Phönix 95 Höxter gegen TuRa Löhne mit 7:0. Somit belegt Phönix 95 Höxter mit acht Punkten den neunten Tabellenplatz. Den ersten Saisonsieg feierte SV Ottbergen-Bruchhausen vor Wochenfrist gegen SC Wiedenbrück (3:0).

Die Offensive von Phönix 95 Höxter in Schach zu halten ist kein Zuckerschlecken. Bereits 21-mal schlugen die Angreiferinnen in dieser Spielzeit zu. Die Bilanz der bisherigen Saison der Gastgeber kommt ausgeglichen daher: Jeweils zwei Siege, Unentschieden und Niederlagen hat man zutage gefördert.

Im Angriff von SV Ottbergen-Bruchhausen herrscht Flaute. Erst fünfmal brachte der Gast den Ball im gegnerischen Tor unter. Nur einmal ging die Mannschaft von Coach Manuel Bohnert in den vergangenen fünf Partien als Sieger vom Feld.

Ins Straucheln könnte die Defensive von SV Ottbergen-Bruchhausen geraten. Die Offensive von Phönix 95 Höxter trifft im Schnitt mehr als dreimal pro Match. Beide Mannschaften bewegen sich derzeit in der unteren Hälfte der Tabelle. Phönix 95 Höxter belegt mit acht Punkten den neunten Rang, während SV Ottbergen-Bruchhausen mit fünf Zählern weniger auf Platz elf rangiert.

Phönix muss am Sonntag zudem auf den ein oder anderen Leistungsträger verzichten. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt schleichen sich mal wieder Verletzungssorgen und eine kleine Erkältungswelle ein.

„Spiele gegen Ottbergen/Bruchhausen sind immer speziell. Es ging in den letzten Jahren immer sehr eng zu. Das erwarte ich auch an diesem Sonntag. Ottbergen ist aus meiner Sicht stärker, als der momentane Tabellenplatz aussagt. Trotz der „Verjüngungskur“ haben sie neben viel Talent, mit Schulz, Böttcher oder Kreylos jede Menge Erfahrung im Team, die wissen, wie man solche Derbys angeht. Ich erwarte einen hochmotivierten Gegner,
der uns alles abverlangen wird. Trotzdem ist es ein Heimspiel.  Wir wollen die Punkte in Höxter behalten und die ungeschlagene Serie weiter ausbauen. Auch wenn uns wohl die ein oder andere fehlen wird, haben wir dennoch alle Möglichkeiten, als Sieger vom Platz zu gehen. Das muss die Zielvorgabe sein", so Phönix Coach Philipp Müller.


Manuel Bohnert, Trainer der Gäste aus Ottbergen und Bruchhausen befindet vor dem Derby. „Wir wollen den positiven Schwung aus unserem erfolgreichen Spiel gegen Wiedenbrück mitnehmen und versuchen, auch in Höxter etwas mitzunehmen. Natürlich ist Phönix der Favorit und hat nach einem holprigen Start zuletzt gute Ergebnisse erzielt. Fehlen werden bei uns weiterhin Kathrin Block, Alena Ulhardt, Jenny Hampel und Edda Daldrup. Außerdem stehen Lea Feldmann und Lucia Ulrich nicht zur Verfügung.“

Frauen Bezirksliga Staffel 2: Delbrücker SC – SV Kollerbeck (Samstag, 16:30 Uhr)

Der SV Kollerbeck fordert im Topspiel den Delbrücker SC heraus. Der Delbrücker SC schlug SJC Hövelriege am Sonntag mit 3:0 und hat somit Rückenwind. Kollerbeck gewann das letzte Spiel gegen GW Varensell mit 3:1 und liegt mit zehn Punkten weit oben in der Tabelle.

Delbrück führt das Feld der Frauen Bezirksliga Staffel 2 mit 15 Punkten an. Die Offensive der Elf von Trainer Ralf Lübbert in Schach zu halten ist kein Zuckerschlecken. Bereits 38-mal schlugen die Angreiferinnen in dieser Spielzeit zu. Bisher fand noch keine Mannschaft eine Möglichkeit, die Heimmannschaft zu stoppen. Von den fünf absolvierten Spielen hat Delbrücker SC alle für sich entschieden.

In der Defensive von Kollerbeck griffen die Räder ineinander, sodass die Mannschaft von Coach Patrick Oestreich im bisherigen Saisonverlauf erst viermal einen Gegentreffer einsteckte. SV Kollerbeck weist in dieser Saison mittlerweile die stolze Bilanz von drei Erfolgen, einer Punkteteilung und keiner einzigen Niederlage vor.

Besonderes Augenmerk sollte Delbrücker auf die Offensive von Kollerbeck legen, die im Schnitt über viermal pro Match ein Tor erzielt.

Kann Kollerbeck den erfolgreichen Saisonstart fortsetzen? Delbrück sollte den vermeintlichen Außenseiter jedenfalls nicht unterschätzen.


"Wir müssen am morgigen Samstag zum verlustpunktfreien Tabellenführer Delbrück. Uns erwartet das wahrscheinlich schwerste Spiel der Saison, denn der Gegner hat sowohl die beste Defensive als auch Offensive der Liga. Gerade die 38 geschossenen Tore nach fünf Spielen sind ein überragender Wert. Genau da müssen wir auch ansetzen, um eine Chance zu haben. Wir müssen zweikampfstark, defensiv top organisiert sein und unsere Fehler auf ein Minimum reduzieren. Natürlich gilt es auch offensiv Nadelstiche zu setzen und sich nicht dauerhaft hinten reindrängen zu lassen. Kurz gesagt, wir brauchen in allen Mannschaftsteilen eine Topleistung, um in Delbrück zu bestehen. Gelingt uns das, dann können wir bestimmt einen Punkt mit nach Kollerbeck nehmen", beschreibt SVK Coach Patrick Oestreich.

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