Cesa und Sitnikov erlösen den FC Nieheim

Dringenberg schnuppert an der Überraschung

22. August 2020, 22:44 Uhr

Neben dem FC PEL, der beim TuS Vinsebeck vor gut 160 Zuschauern das Finalticket lösen konnte, leistete der SV Dringenberg erbitterten Widerstand gegen Titelverteidiger und Landesligist FC Nieheim und musste erst in der Verlängerung die Segel streichen. 300 Zuschauer sahen eine packende Partie im Dringenberger Burgstadion, mit zwei roten Karten in der Schlussphase für Nieheims Pascal Hannibal und Dringenbergs Keeper Tim Heisener. In der kommenden Woche heißt das Finale also FC Nieheim kontra FC PEL.

SV Dringenberg – FC Nieheim 1:3 (1:1) n.V.

Der Pokalfight zwischen dem heimischen SV Dringenberg und der Landesligatruppe aus Nieheim wurde nicht nach der regulären Spielzeit entschieden. Im Halbfinalspiel ging der Underdog nach 10 Minuten durch Thomas Frederkind in Führung, der den Ball, nach einer Flanke, nur noch über die Linie drücken musste. In der 19. Minuten kam es zu einer sehr kniffligen Situation für den Unparteiischen Geiger. Pascal Hannibal im Duell mit dem SVD Torwart Heisener - der Schiedsrichter entschied auf Stürmerfoul.
In der 24. Minute traf der eben angesprochene Neuzugang Pascal Hannibal nach einer Ecke zum Ausgleich für den Favoriten. Kurz vor der Halbzeit wurde es nochmal sehr hitzig.
FCN Akteur Ahmet Aydincan schubst Stiewe zu Boden, es sah stark nach einer Tätlichkeit aus. Aydincan bekam aber nur die gelbe Karte. In der zweiten Halbzeit dominierte der FC Nieheim die Partie, konnten aber seine Chancen durch Puhl und Thorenmeier nicht verwerten. Wie schon im letzten Jahr ging es in die Verlängerung. Nach Tumulten und großen Diskussionen, wegen einer zweifelhaften Schiedsrichterentscheidung, stand Aydincan kurz vor der gelb-roten Karte.
Der eingewechselte Vincenzo Cesa erlöste die Jungs von Trainer Basdas in der 102. Spielminute mit seinem Treffer. Dringenberg hatte in der 115. nochmal die Ausgleichsmöglichkeit. Richter spietzelte Nieheims Keeper den Ball aus der Hand und anschließend ins Tor, aber der Treffer fand keine Anerkennung.
Unschön war allerdings die rote Karte (117.) für FC Neuzugang Pascal Hannibal, der Dringenbergs Jonathan Kroos in Höhe der Mittellinie böse traf, SVD Keeper Tim Heisener lief darauf aus seinem Kasten und schubste Hannibal um, was ebenfalls rot zur Folge hatte.
Den Deckel machte dann Nieheims Roland Sidnikov in der Schlussminute drauf mit dem 3:1. Der SVD fand darauf – auch in Unterzahl- keine passende Antwort mehr und somit zieht die Landesligamannschaft als großer Favorit ins Kreispokalfinale ein.
Ufuk Basdas, Trainer vom Sieger FC Nieheim erklärte. „Es war das erwartete harte Pokalspiel. Wir sind erst nach dem Rückstand aufgewacht und hätten in der phase auch einen Elfmeter bekommen müssen. Wir haben uns anschließend von der Hektik anstecken lassen. Normalerweise kritisiere ich nicht die Schiedsrichterleistung, aber das war heute nicht gut. Die rote Karte gegen Hanibal war berechtigt. Klar kann man besser spielen, aber es war ein Pokalfight, Dringenberg hat es gut gemacht. Nach einer sehr langen Wettkampfpause war klar noch Luft nach oben Wir sind weiter gekommen, das war unser Ziel und nun wollen wir auch den Pokal gewinnen.“
Dringenbergs Cheftrainer Sven Schmidt erklärte: „Es ist eine bittere Niederlage heute. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben die Führung erzielt und nichts von Nieheim zugezogen. Nach dem 1:1, wo wir etwas unsortiert waren, hätte Nieheim noch einen Platzverweis erhalten können. Nach dem Seitenwechsel war es ein chancenarmes Spiel, wo Nieheim mit der ersten richtigen Möglichkeit das 2:1 erzielt. Wir haben durch Richter zwei gute Möglichkeiten und das nicht gegebene Tor. Wo wir dann offen waren, bekommen wir dann das 3:1. Es fühlt sich unheimlich bitter an. Es war heute definitiv mehr drin für uns, aber andersherum bin auch Stolz auf die Jungs, weil das Sie die 120 Minuten abgeliefert haben war aller Ehren wert, es war kein Klassenunterschied zu erkennen.“
Dringenbergs Vorsitzender Christian Rohe erkannte: „Unheimlich bitter für uns. Wir hatten Nieheim am Rand der Niederlage. Am Ende fehlte auch einfach das nötige Quentchen Glück. Unsere Jungs haben das überragen gemacht. Wenn wir das als Leistung kompensieren können und auch in den nächste Wochen abrufen, dann würde ich mich riesig freuen.“

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