Kreispokal Halbfinale

Größte Sensation der letzten Jahre - Brakel ist raus

07. April 2022, 20:59 Uhr

Die SpVg Brakel scheitert sensationell beim B-Ligisten SG Bo/Na/Ma nach Elfmeterschießen. Der FC Nieheim lösten am Abend im zweiten Spiel das Ticket für das diesjährige Kreispokal-Finale am 25. Mai in Gehrden. Für den B-Ligisten SG Borgholz/Manrode/Natzungen ein super Erfolg. Für Brakel eine absolute Enttäuschung. Beide Begegnungen wurden über das Elfmeterschießen entschieden.

SG Borgholz/Natzungen/Manrode - SpVg. Brakel 5:4 n.E. (0:0)

Der Platz war nach dem Regen ganz schwer zu bespielen und der Favorit und Landesligist aus Brakel hatte damit so seine liebe Mühe. An gepflegtes Passspiel war nicht ansatzweise zu denken und der B-Ligist und Gastgeber von der SG Bo/Na/Ma haute im Spiel des Jahres alles rein und kämpfte um jeden Meter.  Brakels Ansatz es auf diesem Boden spielerisch zu lösen, gestaltete sich schwierig. Zwei Chancen für die Gäste standen auf dem Notizblock, aber ein Tor fiel nicht. Entsprechend ging es mit einem torlosen Remis in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel machte die Heimelf vieles richtig, die Räume eng und Brakel fehlte einfach die Zündende Idee. Die gut 100 Zuschauer, wen sie es mit den Hausherren hielten, konnten zufrieden sein.  Brakel agierte viel zu einfallslos und musste anschließend ins Lotteriespiel Penaltyschießen und verlor. Bei den Hausherren brachen anschließend alle Dämme und der Jubel über eine der größten Sensationen der vergangenen Jahre im Sportkreis kannte keine Grenzen. Die Hausherren verwandelten alle ihre Elfer und auf Brakeler Seite war Kevin Witsuba der Pechvogel, der nicht verwandeln konnte und SG Keeper Timo Scherf der Held, der den Schuss parieren konnte. Für Brakel eine absolute Blamage, da braucht man nicht drumherum reden, das war ein ganz trostloser Abend für die Nethekicker. 


SG Trainer Wolfgang Brückner war total begeistert und sagte uns. "Unglaublich! 90 Minuten gekämpft bis zum Umfallen, Klasse Teamleistung und ein bärenstarker Timo Scherf im Tor. Klar war Brakel überlegen, hatten auch die ein oder andere Chance, aber wir haben uns für den Kampf und Einsatz belohnt. Jetzt ist es egal wer kommt, wir haben vor keinem mehr Angst."

Haydar Özdemir erklärte sachlich die Niederlage seiner Brakeler Mannschaft. "Wir verlieren nach Elfmeterschießen. Hatten genug Möglichkeiten in den 90. Minuten das Spiel zu entscheiden. Haben die Chancen fahrlässig liegen gelassen. Glückwunsch an den Gegner die leidenschaftlich bis zum Schluss gekämpft haben."

SV Höxter - FC Nieheim 4:5 n.E. 1:1 (0:1)

Der Bezirksligist Höxter hat die Überraschung vor den gut 250 Zuschauern verpasst und zieht nicht das Ticket für das Endspiel. Hier werden wir den Landesligisten FC Nieheim wiedersehen, der in der Weserkampfbahn eben nicht stolperte. Es war ein ausgeglichenes Spiel ohne die ganz großen und zwingenden Chancen. Aber dennoch netzte der Favorit ganz kurz vor der Pause ein. Tobias Puhl war mit dem Fuß im Anschluss nach einem Eckstoß zur Stelle und markierte das 0:1 (45.). Ein Standard und der Favorit ging mit einer knappen Führung in die Katakomben. Auch nach Wiederanpfiff blieb es eine ausgeglichene Partie. Höxter versuchte viel, kam aber nicht entscheidend zum Abschluss und Nieheim verwaltete das Ergebnis ohne auf das 2:0 zu gehen. Das sollte sich Rächen, als sich alle schon mit diesem Resultat angefreundet hatten, gab es einen Freistoß für den SV Höxter. Ortmann schnappte sich die Kugel und zirkelte die Kugel zum Ausgleich in die Maschen (78.). Nieheims Kapitän Hendrik Müller kassierte dann in der Nachspielzeit eine Ampelkarte nach einem Foul. Auch hier ging es dann ins Elfmeterschießen und da hatte der FCN die besseren Nerven und setzte sich mit 5:4 durch. Jonathan Disselhoff scheiterte auf Höxteraner Seite mit seinem Strafstoß an FC Keeper Bauer.


„Wir haben es unnötig spannend gemacht. Es war das erwartet harte Spiel mit intensiven Zweikämpfen. Wir mussten Dirk Büsse hinterher auswechseln nach einer komischen Aktion. Die erste Chance des Spiels hat Höxter, wo Tom Bauer Weltklasse pariert. Anschließend spielen wir nur auf ein Tor, machen aber die Dinger nicht rein. Chancen, die wir einfach nicht reinmachen und vernünftig zu Ende spielen. Tobi Puhl macht dann nach einer Ecke das 1:0. Nach der Pause kommen wir sehr gut rein, haben 2-3 ganz dicke Szenen. Einmal auf der Linie geklärt, die zweite geht knapp vorbei und in der dritten Situation kann der SVH Keeper klären. Eigentlich wird dann eine ganz komische Szene zum Freistoß gepfiffen. Alle dachten abseits, weil der Linienrichter die Fahne hochgehalten hat, der Schiedsrichter lässt aber Vorteil laufen, um dann anschließend doch noch den Freistoß von der Strafraumgrenze zu pfeifen, den Höxter dann zum Ausgleich verwandelt. Im Elfmeterschießen haben wir alle souverän verwandelt und Tom Bauer eben einen stark pariert. Aus meiner Sicht sind wir verdient ins Finale eingezogen“, resümierte Nieheims Coach Andre Schnatmann.

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