250 Fans jubeln früh

Großer Kampf - Aber Puhl machte die Menge stumm

15. September 2021, 19:47 Uhr

Da war der Jubel groß. Jonas Wiechers-Wiemers trifft zum 1:0 für die Kurstädter

Am Abend fand der Pokalhit zwischen dem gastgebenden A-Ligisten TuS Bad Driburg und dem Landesligisten FC Nieheim im Iburgstadion statt. Dabei setzte sich schlussendlich der zwei Ligen höher agieren FC Nieheim durch und spielt im Viertelfinale nun gegen den B-Ligisten SV Steinheim. Die zahlreich erschienenen Zuschauer brauchten ihr Erscheinen nicht bereuen.

TuS Bad Driburg - FC Nieheim 2:3 (1:1)

Richtig Pokalstimmung brandet nach gut 6. Spielminuten durchs weite Rund. TuS Goalgetter Jonas Wiechers-Wiemers nahm einen langen Ball mustergültig mit und knallte die Kugel von der Strafraumgrenze oben links in die Nieheimer Maschen zur Führung der Hausherren. Doch der Gast aus Nieheim hatte schnell die passende Antwort parat und egalisierte nach 15 Zeigerumdrehungen zum Ausgleich. Pascal Hannibal setzte sich über die linke Seite durch, bedient Chris Wetzler und der Brakeler in Nieheim Diensten, traf aus elf Meter unten links. Nieheim hatte danach bis zur Pause ein leichtes Übergewicht, kam allerdings nicht zu zwingenden Tormöglichkeiten. Zwar hatten Wetzler, Puhl und Yilmaz Möglichkeiten, aber die Kracherchance war nicht dabei. Die Bad Driburger hielten aber dagegen und verkauften sich gut. So ging es mit dem Remis in die Katakomben.

Youngster Deniz bringt Nieheim erstmals in Führung

Nach dem Wiederanpfiff wollte Nieheim gleich Druck machen. Wetzler scheiterte noch mit einem Distanzschuss (47.). Aber in der 52. Spielminute klingelte es im Bad Driburger Kasten. Youngster Engin Deniz brachte den Favoriten erstmals in Führung. Scheiterte Deniz kurz zuvor noch an der Parade des Bad Driburger Keepers, vollendet er nach einem Aufbaufehler vom TuS Fänger Kisselev den Querpass von Puhl, der den Schlussmann konsequent angelaufen war.


Nieheim wollte jetzt die schnelle Vorentscheidung und das dritte nachlegen. Klappte aber nicht. Puhl (60.)und der agile Deniz (68) hatte es auf dem Puschen. Bad Driburg seinerseits kam nicht zu einer richtigen guten Abschlusssituation. Nieheim machte weiter Dampf, aber Bad Driburg hielt weiter prächtig dagegen, haute alles rein. Nagel hatte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff die Entscheidung auf dem Kopf, traf aber nur den Querbalken. Das sollte sich rächen, dass der Landesligist die dritte Bude nicht nachlegte. Fünf Minuten vor dem Abpfiff bebte das Iburgstadion. Klunker bedient van der Kamp und es steht per Direktabnahme 2:2.

Es roch schon nach Elfmeterschießen, aber Tobi Puhl hatte darauf keinen Bock, steht nach einer Hereingabe richtig und bringt mit seinem 3:2 die Nieheimer doch noch in der regulären Spielzeit in die nächste Runden (90.+2). Bad Driburg hat hier alles gegeben und darf mit erhobenen Haupt gehen. Nieheim nimmt dann doch die Hürde und ist als Titelverteidiger weiter im Wettbewerb.

Andre Schnatmann, Nieheims sportlicher Leiter, resümierte. „Ich muss das erst mal sacken lassen. Daniel Wiechers ist mit einem Rippenbruch im Krankenhaus. Wir haben wieder einige Verletzte dazu bekommen. Raffa Nagel muss ich positiv hervorheben aus der 2. Mannschaft, wie er hier heute aufgetreten ist und gekämpft hat, einfach klasse. Wir sind nach dem 2:1 in der zweiten Hälfte gut im Spiel müssen das dritte machen, treffen nicht wie in den letzten Wochen und kassieren dann den Ausgleich. Zum Glück bringt uns Tobi Puhl in der Nachspielzeit eine Runde weiter. Der typische Pokalfight war das hier, aber abhaken und weiter. Ich bin froh das wir weiter sind. Aber Bad Driburg ist auch eine gute Mannschaft das hat man gesehen. Wir sind personell auf der letzten Rille gewesen.“

Bad Driburgs verletzter Spielertrainer Dennis Hustadt erklärte uns. „Ein toller Fight von uns. Der Führungstreffer von Wiechers-Wiemers hat uns gezeigt, dass etwas möglich ist. Auch den Ausgleich haben wir gut verkraftet. Nach erneutem Rückstand haben wir durch van der Kamp den Ausgleich gemacht. Das 2 zu 3 war in der letzten Minute schon ein Schock. Es überwiegt aber das gute Gefühl, mit so viel Leidenschaft aufgetreten zu sein. Die Zuschauer und der ganze Verein haben trotzdem der Niederlage einen tollen Abend erlebt.“

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