SVB mit Druck

"Mal sehen , wie wir die Feier wegstecken"

21. Mai 2022, 17:01 Uhr

Bei den vier Damenteams, können alle bis auf den Westfalenligisten SV Bökendorf die Saison entspannt ausklingen lassen. Davon kann beim SVB keine Rede sein, es riecht aktuell stark nach Abstieg in die Landesliga. 

Frauen-Westfalenliga: SV Bökendorf – DJK VfL Billerbeck (Sonntag, 13:00 Uhr)

Am Sonntag trifft SV Bökendorf auf DJK VfL Billerbeck. Jüngst brachte SV Fortuna Freudenberg SV Bökendorf die 14. Niederlage des laufenden Fußballjahres bei. DJK VfL Billerbeck gewann das letzte Spiel gegen BSV Ostbevern mit 4:0 und liegt mit 33 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Vor heimischem Publikum war DJK VfL Billerbeck im Hinspiel ein 2:0-Sieg geglückt.

SV Bökendorf krebst im Tabellenkeller herum – aktueller Tabellenplatz: 13. Die Mannschaft von Coach Lena Kuhlmann überließ den Gegnern in den letzten fünf Spielen jede Menge Punkte und sicherte sich nur einen Sieg.

DJK VfL Billerbeck zeigt in der Offensive mit 43 geschossenen Toren große Qualität. In der Abwehr, die 52 Gegentreffer kassierte, gibt es indes Steigerungspotential. Bisher verbuchte das Team von Frank Averesch zehnmal einen dreifachen Punktgewinn. Demgegenüber stehen drei Unentschieden und zwölf Niederlagen. Der Ertrag der letzten Spiele ist grundsolide – zwölf Punkte aus den letzten fünf Partien holte der Gast.

Formstärke und Tabellenposition sprechen für DJK VfL Billerbeck. SV Bökendorf bleibt die Rolle des Herausforderers.


SVB Trainer Dieter Olejak beschreibt die Lage. "Heimspiel am Sonntag gegen Billerbeck. Die werden sicher mit großem Selbstvertrauen auflaufen, nachdem sie unter der Woche 4:0 ihr Nachholspiel gewonnen haben. Bei uns stehen die Vorzeichen nach der Niederlage am letzten Wochenende nicht so gut. Einige Spielerinnen werden aus unterschiedlichen Gründen fehlen. Zum anderen Heiratet am Samstag noch eine Spielerin von uns und wir wollten das Spiel auf Samstag verlegen. Dem konnte Billerbeck nicht zustimmen und so müssen wir Sonntag ran. Mal sehen , wie wir die Feier wegstecken. Alles in allem wollen wir uns trotzdem so gut wie möglich präsentieren und nach Möglichkeit punkten.

Frauen Landesliga Staffel 1: Phönix 95 Höxter – Hövelhofer SV (Sonntag, 13:00 Uhr)

Phönix 95 Höxter empfängt Hövelhofer SV im letzten Spiel der Saison. Phönix 95 Höxter kam zuletzt gegen BV Werther zu einem 2:2-Unentschieden. Letzte Woche siegte Hövelhofer SV gegen Herforder SV Bor. Friedens. II mit 11:1. Damit liegt Hövelhofer SV mit 34 Punkten jetzt im Tabellenmittelfeld. Das Hinspiel in Hövelhof war 0:1 ausgegangen.

Mit zehn Siegen und zehn Niederlagen weist Phönix 95 Höxter eine ausgeglichene Bilanz vor. Folgerichtig steht die Heimmannschaft im Mittelfeld der Tabelle. Zuletzt lief es recht ordentlich für das Team von Philipp Müller – zehn Zähler aus den letzten fünf Partien lautet der Ertrag.

Nach 25 Spielen verbucht Hövelhofer SV elf Siege, ein Unentschieden und 13 Niederlagen auf der Habenseite. Die passable Form des Gasts belegen sieben Zähler aus den letzten fünf Begegnungen.

Von der Offensive der Mannschaft von Trainer Klaus Bönninghoff geht immense Gefahr aus. Mehr als zweimal pro Partie befördert der Angriff den Ball im Schnitt über die Linie. Hövelhofer SV liegt Phönix 95 Höxter dicht auf den Fersen und könnte Phönix 95 Höxter bei einem Sieg in der Tabelle überholen.

Wer ist Favorit und wer Außenseiter? Angesichts vergleichbarer Leistungsvermögen ist der Ausgang der Partie völlig offen.


Der letzte Tanz. Das langjährige Trainerduo der Phönix Damen, Sascha Zeisberg und Philipp Müller, sagt am Sonntag „Tschüss“.

Aus familiären Gründen können die beiden den Zeitaufwand eines „Vollblut“ Trainers nicht mehr leisten und treten deshalb ab kommender Saison kürzer.

Sie bleiben dem Verein aber weiter treu und unterstützen das Team als Fans. Der Gegner am letzten Spieltag ist der Hövelhofer SV. Irgendwie passend. So kreuzten sich die Wege der beiden Teams in den letzten Jahren doch so häufig, zunächst in der Bezirksliga.

Im Aufstiegsrennen zur Landesliga in der der Saison 16/17, als Phönix dem HSV knapp den Vortritt zur Meisterschaft und zum damit verbundenen Aufstieg lassen musste.

Wenig später dann in der Landesliga, nachdem Phönix den Aufstieg schaffte.

Die aktuellen Tabellennachbarn trennt nur einen Punkt. Phönix steht auf Platz 8 und möchte diesen natürlich gerne verteidigen.

„Das letzte Spiel von Sascha und mir steht an. Es wird sicher nochmal etwas ganz besonderes und sicher auch emotional werden. Wir können uns an dieser Stelle nur nochmal bei allen Wegbegleitern, Spielerinnen und dem Verein bedanken. Es war eine wunderschöne Zeit, die immer einen ganz besonderen Platz in unserem Leben einnehmen wird. Danke! Gegen Hövelhof wollen wir natürlich in unserem letzten Spiel gerne nochmal gewinnen. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Mädels uns dieses kleine Geschenk machen werden. Wir haben alle an Board, die im Moment einsatzfähig sind. Ich hoffe dass sich alle nochmal voll reinhauen, damit wir dann nach dem Spiel ausgelassen feiern können. Das geht mit einem Sieg immer etwas besser", berichtet Phönix Coach Philipe Müller.

Frauen Landesliga Staffel 1: SV Ottbergen/Bruchhausen - TuRa Löhne (Sonntag, 15:00 Uhr)

TuRa Löhne trifft am Sonntag (15:00 Uhr) auf den SV Ottbergen-Bruchhausen. Gegen den SV Germania Stirpe war für Ottbergen im letzten Spiel nur ein Unentschieden drin. Löhne dürfte dieses Spiel mit breiter Brust bestreiten, wurde doch SC Wiedenbrück zuletzt mit 7:0 abgefertigt. Im Hinspiel waren beide Mannschaften mit einem 3:3-Unentschieden auseinandergegangen.

27:54 – das Torverhältnis des SVO/B spricht eine mehr als deutliche Sprache. Der aktuelle Ertrag der Ottberger zusammengefasst: siebenmal die Maximalausbeute, drei Unentschieden und 14 Niederlagen. Acht Zähler aus den letzten fünf Begegnungen stellen eine vernünftige Ausbeute für den Sport Verein dar.

Auf fremdem Terrain reklamierte TuRa erst sechs Zähler für sich. In der Verteidigung der Rot-Schwarzen stimmt es ganz und gar nicht: 68 Gegentreffer musste sie in dieser Saison bereits hinnehmen. Nach 24 Spielen verbucht der Traditionsverein fünf Siege, fünf Unentschieden und 14 Niederlagen auf der Habenseite. Lediglich einen einzigen Dreier verbuchten die Gäste in den vergangenen fünf Spielen.

Die Hintermannschaft des SV Ottbergen-Bruchhausen ist gewarnt, im Schnitt trifft die Offensivabteilung von TuRa Löhne mehr als zweimal pro Spiel ins Schwarze. Ottbergen hat Löhne im Nacken. TuRa liegt im Klassement nur vier Punkte hinter dem SVO/B.

Die Vorzeichen sprechen für ein ausgeglichenes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften.


SV O-B Coach Manuel Bohnert schildert. "Wir wollen unser letztes Heimspiel natürlich gewinnen und unsere tolle und erfolgreiche Serie der letzten Spiele fortsetzen. Außerdem können wir dann, bei einem entsprechenden Ergebnis noch einen Platz nach oben klettern. Das wäre nochmal eine schöne Belohnung für meine Mannschaft.
Personell sind wir Krankheit und andere Ausfälle etwas angeschlagen, aber das spielt für die Zielsetzung keine Rolle."

Frauen Bezirksliga Staffel 2: BV Bad Sassendorf – SV Kollerbeck (Sonntag, 11:00 Uhr)

BV Bad Sassendorf muss mit einer schwarzen Serie von vier Niederlagen im Gepäck auch Liga-Schwergewicht SV Kollerbeck empfangen. Am letzten Spieltag kassierte BV Bad Sassendorf die neunte Saisonniederlage gegen SJC Hövelriege. Letzte Woche siegte SV Kollerbeck gegen FC Donop-Voßheide II mit 1:0. Somit belegt SV Kollerbeck mit 38 Punkten den dritten Tabellenplatz.

In der Schlussphase der Saison befindet sich BV Bad Sassendorf in der Tabelle über dem ominösen Strich. Das Team von Coach Heiner Hillemeyer ließ in den letzten fünf Spielen einiges vermissen und sicherte sich nur einmal die Maximalausbeute.

Der bisherige Ertrag von SV Kollerbeck in Zahlen ausgedrückt: zwölf Siege, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen.

Ins Straucheln könnte die Defensive von BV Bad Sassendorf geraten. Die Offensive von SV Kollerbeck trifft im Schnitt mehr als zweimal pro Match.

BV Bad Sassendorf steht vor einer schweren Aufgabe, schließlich lief die bisherige Saison von SV Kollerbeck bedeutend besser als die von BV Bad Sassendorf.


SVK Trainer Patrick Oestreich berichtet. "Im letzten Saisonspiel haben wir die weiteste Auswärtsfahrt der Saison vor uns. In Bad Sassendorf steht, mit 12 Damen, auch nur ein kleiner Kader zur Verfügung. Nichtsdestotrotz wollen wir auch dort zeigen das wir zu Recht unter den Top 3 der Tabelle stehen und drei Punkte mitnehmen. Mit einem Sieg haben wir dann noch die Chance auf Platz 2 und könnten eine jetzt schon tolle und erfolgreiche Saison noch krönen."

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