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Man möchte alles versuchen, um zumindest die 50%-Regel zu erreichen

17. Februar 2021, 19:48 Uhr

Wann können wir solche Szenen wieder erleben

Die Corona-Pandemie hat nicht nur Deutschland sondern auch den Kreis Höxter weiterhin fest im Griff. Die Inzidenzwerte sinken zwar, von der Politik kommen aber noch keinen positiven Signale, wie es in Zukunft weitergehen soll. So hat das Ganze natürlich auch entscheidende Konsequenzen für die vielen Hobbykicker im Kreis Höxter mit sich gebracht. Die Saison in den unteren Ligen war zum 30. Oktober des letzten Jahres unterbrochen worden. Seitdem ruht der Ball. Was bleibt, ist die Ungewissheit, wie und ob es weitergeht. Unser Kolumnist Marc Beineke, hat sich hierzu seine Gedanken gemacht.  

Auf Anfrage beim FLVW konnte die wichtigste Frage, in welcher Form die Serie beendet werden soll, natürlich nicht beantwortet werden. Fakt ist lediglich, dass der Spielbetrieb bis zum 31.03.2021 ruhen wird und das die Serie trotz aller Widerstände sportlich zu Ende geführt werden soll. Aber was wäre denn der sinnvollste Verlauf? Wirklich die Serie nach dann mittlerweile fünf Monaten Pause versuchen zu beenden? Abbruch der Serie? Oder vielleicht doch über den Sommer hinaus zu verlängern?

Im Gespräch mit Thomas Berndsen wurde Folgendes klar gestellt. Ein Abbruch der laufenden Saison ist nicht erlaubt. Alleine dadurch, dass man eine gemeinsame Satzung mit den Verbänden Mittelrhein und Niederrhein hat, wäre dies schier unmöglich. Zudem könnten Vereine bis zum 30.06. Regressansprüche erheben. Nachzulesen auch noch einmal auf der Seite des FLVW unter dem Punkt Satzung.

Der Verband ist fast täglich mit der Staatskanzlei des Landes NRW in Düsseldorf im Austausch. Sobald die Kanzlei grünes Licht gibt, kann man innerhalb von 24 bis 48 Stunden reagieren und einen Plan an die Vereine weitergeben. Hatte man zuerst eine Vorlaufzeit von 14 Tagen gewähren wollen, bis der Spielbetrieb wieder ins Laufen kommt, denkt man jetzt eher über drei bis vier Wochen nach. Selbst das wäre noch knapp, aber besser als 14 Tage. Spielt man dann mindestens zwei Spiele die Woche plus eine Trainingseinheit, so kann man täglich die Zahl der Spieler zählen, die den Trainern wegbrechen. Denn es sind nur die Wenigsten, die sich jetzt schon bei Eis und Schnee abends auf den Weg machen und selbstständig etwas für ihre Fitness tun. Auch die vielen Online-Einheiten sind sicherlich nicht schlecht, ersetzen aber definitiv kein Training unter Wettkampfbedingungen um wieder robust genug für den wöchentlichen Wettkampf zu sein.

Man möchte nun alles versuchen, um zumindest die 50%-Regel zu erreichen, um eine Wertung in allen Klassen zu erlangen. Sollte es aber auch im April nicht möglich sein, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, so wird die Serie aller Wahrscheinlichkeit nach annulliert. Eine Verlängerung über den 30.6. hinaus ist nicht möglich. Die Europameitserschaft der Männer, die am Freitag, den 11. Juni beginnt, ist aber in diesem Jahr kein Hindernis und findet auch keine Berücksichtigung in den Spielplänen für die unteren Klassen. Lediglich die Hygienekonzepte des Verbandes werden uns sicher noch einige Zeit begleiten. Auch die Möglichkeit, gänzlich ohne Zuschauer zu spielen, zieht man in Betracht. Das wäre natürlich ein weiterer herber Schlag in die ohnehin schon arg gebeutelten Kassen der Vereine.

Größere Chancen sieht Thomas Berndsen übrigens bei den noch anstehenden Kreispokalwettbewerben. Viele Kreise sind schon so weit, dass man guten Gewissens davon sprechen kann, diese auch regelkonform zu beenden. Der Westfalepokal bereitet da schon wieder mehr Sorgen, da nicht einmal die erste Runde komplett ausgespielt wurde.

Fakt ist, egal wie die Serie noch über die Bühne geht, man möchte nicht unbedingt mit den Damen und Herren des FLVW tauschen, die wirklich Alles versuchen, um einen gerechten Ausgang der Saison 2020 / 21 zu gewährleisten.

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