Bezirksliga: Detmold setzt sich ab

Schmidt fassungslos. "Bitter ist gar kein Ausdruck"

11. Oktober 2020, 18:15 Uhr

Der FC Pel drehte das Derby nach 0:3 noch in ein Remis

Der 6. Spieltag in der Bezirksliga Staffel 3 hatte wieder reichlich Tore im Gepäck. Eine Klatsche kassierte erneut Brakel zwei. Der FC Pel holte ein 0:3 gegen Dringenberg auf. Häxter gewinnt das Derby beim TSC Steinheim und auch Lemgo siegt klar beim FC Augustdorf.  Barntrup bezwingt Hiddesen-Heidenoldendorf und BW Weser verliert daheim gegen Lipperreihe. Borgentreich verliert daheim gegen Aufsteiger Lügde. 

TSC Steinheim - SV Höxter 0:4 (0:1)

Höxter gewinnt klar beim TSC

Mit 0:4 verlor der TSC Steinheim am vergangenen Sonntag zu Hause deutlich gegen den SV Höxter. Höxter ließ keine Zweifel an der Ausgangslage aufkommen und feierte gegen Steinheim einen klaren Erfolg.

Leon Krueger brachte sein Team in der 38. Minute nach vorn. Zur Pause war der SVH im Fahrwasser und verbuchte eine knappe Führung. In der Halbzeitpause änderte Rytis Narusevicius das Personal und brachte Eren Öztürk und Tuncay Aydin mit einem Doppelwechsel für Daniil Rjabokin und Erhan Ocak auf den Platz. In der 70. Minute erhöhte Marc Schuster auf 2:0 für den SV Höxter. Für das 3:0 der Rot-Weißen sorgte Andre Schmitt, der in Minute 80 zur Stelle war. Hakob Sahatjian besorgte in der Schlussphase schließlich den vierten Treffer für die Rot-Hosen (84.). Mit Ablauf der Spielzeit schlug Höxter den TSC 4:0.

Mit 25 Gegentreffern hat der TSC Steinheim schon ein Riesenproblem. Aber nicht das einzige, wenn man dazu noch die Offensive betrachtet. Die Mannschaft erzielte auch nur vier Tore. Das heißt, die TSC´ler mussten durchschnittlich 4,17 Treffer pro Partie hinnehmen und bejubelte dagegen im Schnitt nicht einmal ein Tor pro Spiel. Die Steinheimer haben bisher alle drei Punkte zuhause geholt. Die chronische Abwehrschwäche zeigte sich auch im Spiel gegen den SVH – Steinheim bleibt weiter unten drin. In dieser Saison sammelte die Heimmannschaft bisher einen Sieg und kassierte fünf Niederlagen. Die Lage des TSC Steinheim bleibt angespannt. Gegen den SV Höxter musste man zum zweiten Mal in Folge die Punkte abgeben.

Höxter holte auswärts bisher nur drei Zähler. Mit dem Dreier sprangen die Kreisstädter auf den achten Platz der Bezirksliga Staffel 3. Zwei Siege, zwei Remis und zwei Niederlagen tragen zur Momentaufnahme der Höxteraner bei. Das Team von Trainer Uwe Beck ist seit drei Spielen unbezwungen.

Weiter geht es für Steinheim am kommenden Sonntag daheim gegen den SV Eintracht Jerxen-Orbke. Für den SVH steht am gleichen Tag ein Duell mit dem RSV Barntrup an.


Uwe Beck, Trainer der Höxteraner, bei den Andre Schmitt  beim Stande von 1:0 noch einen Elfmeter verschoss, erläuterte. "Ein in der Höhe verdienter 4:0 Auswärtssieg. Die taktischen Umstellungen haben ganz ordentlich funktioniert und wir hatten eine vernünftige Qualität, in allen Mannschaftsteilen. Das 1:0 durch Leon Krüger nach starker Dobrott Vorbereitung, das 2:0 durch Marc „Bernd“ Schuster und das 3:0 durch Andre Schmitt, entscheiden das Spiel. Besonders freut es mich für Hakob Sahatjian, der den von ihm angekündigten Schlusspunkt, zum 4:0 setzt. Unterm Strich steht eine zufriedenstellende Leistung. Sicherlich kannst du 3-4 Tore mehr schießen, auf der anderen Seite rettet Thore Tölke aber auch mindestens einmal fantastisch. Ganz cool finde ich, dass bei vielen gelben Karten, keiner frühzeitig unter die Dusche musste. Mit viel Engagement defensiv die „Null“ verteidigt und offensiv in den richtigen Momenten Qualität gezeigt. Es bleibt reichlich Luft nach oben, die Richtung passt aber."

Spvg Brakel II - TSV Oerlinghausen - 1:11 (0:3)

Einen furiosen Auswärtssieg feierte der TSV Oerlinghausen. Am Ende hatte man die Zweitvertretung der Spvg Brakel mit 11:1 abgeschossen. Auf dem Papier ging Oerlinghaussen als Favorit ins Spiel gegen Brakel II – der Verlauf der 90 Minuten zeigte, weshalb dem so war.

Die SpVg II geriet schon in der achten Minute in Rückstand, als Kay Peikert das schnelle 1:0 für den TSV erzielte. Daniel Nadig versenkte die Kugel zum 2:0 für den TSV Oerlinghausen (31.) Eray Celebi schraubte das Ergebnis in der 34. Minute mit dem 3:0 für die TSV´ler in die Höhe. Zur Halbzeit blickten die Güm-Weißen auf einen klaren Vorsprung gegen einen Gegner, den man deutlich beherrschte. Der bisherige Spielverlauf lief nach dem Geschmack von Miron Tadic, sodass die Situation es hergab, einen Doppelwechsel vorzunehmen: Barbaros Ulas und Noel Heitkamp kamen für Yannik Manteas und Tobias Dingerdissen ins Spiel (52.). Zwei schnelle Treffer von Jan-Justin Johannhörster (56.) und Nadig (58.) sorgten für die Vorentscheidung zugunsten von Oerlinghaussen. Kai Fähnrich erzielte in der 69. Minute den Ehrentreffer für die Spvg Brakel II. Mit schnellen Toren von Nils Engmann (70.) und Ulas (74.) schlug der TSV innerhalb kurzer Zeit gleich doppelt zu. Engmann gelang ein Doppelpack (77./81.), mit dem er das Ergebnis auf 9:1 hochschraubte. Dimitrios Grivas (84.) und Ulas (87.) brachten den TSV Oerlinghausen mit zwei schnellen Treffern weiter nach vorne. Das einseitige Toreschießen endete schließlich mit dem Schlusspfiff des Unparteiischen Sebastian Rettler (Erwitte). Die Oerlinghausener ließen dabei keine Gelegenheit aus, Brakel II vorzuführen, und nahm einen zweistelligen Sieg mit nach Hause.

Die SpVg II bleibt die defensivschwächste Mannschaft der Bezirksliga Staffel 3. Wann finden die Brakeler die Lösung für die eigene Abwehrmisere? Im Spiel gegen Oerlinghaussen setzte es eine neuerliche Pleite, womit die Spvg Brakel II im Klassement weiter abrutschte. In der Defensive drückt der Schuh bei Brakel II, was in den 42 kassierten Treffern zum Ausdruck kommt.

Der TSV holte auswärts bisher nur vier Zähler. Im Klassement machte der TSV Oerlinghausen einen Satz und rangiert nun auf dem siebten Platz. Die Angriffsreihe des Gasts lehrte ihre Gegner in aller Regelmäßigkeit das Fürchten, was die 22 geschossenen Tore eindrucksvoll unter Beweis stellen. Zwei Siege, zwei Remis und zwei Niederlagen tragen zur Momentaufnahme von Oerlinghaussen bei.

Als Nächstes steht für die SpVg II eine Auswärtsaufgabe an. Am Sonntag (15:00 Uhr) geht es gegen den Post TSV Detmold. Der TSV empfängt parallel den FC Augustdorf.


Brakel Coach Norbert Dölizsch sagte. "Oerlinghausen war in allen Belangen überlegen und hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Kai Fähnrich sorgte in der zweiten Halbzeit mit einemFlachschuss aus 18 Metern für den Ehrentreffer."

Oerlinghausen Coach Miron Tadic resümierte. "Heute war der Gegner nicht so, dass man es überwerten sollte. Wir haben 11:1 gewonnen, wenn es etwas gibt was heute kritisiert werden sollte, dann das eine Gegentore. Ansonsten war das von der ersten bis zur letzten Minute Einbahnstraßenfußball. Brakel ist jetzt also kein Maßstab an dem wir uns richten sollten, aber trotzdem nehmen wir natürlich das Ergebnis hin, weil die Jungs sich heute eine Menge Selbstbewusstsein geholt haben. Es gab nichts wildes, noch nicht mal eine gelbe Karte. Es war sehr friedlich heute."

FC Blau-Weiß Weser - TuS Lipperreihe - 0:2 (0:1)

Mit 0:2 verlor der FC Blau-Weiß Weser am vergangenen Sonntag zu Hause gegen den TuS Lipperreihe. Im Vorfeld war man sich einig, dass der Sieger nur TuS Lipperreihe heißen konnte. Der Verlauf der 90 Minuten bestätigte schließlich diesen Eindruck.

Furkan Kücük machte in der 39. Minute das 1:0 von Lipperreihe perfekt. Zur Pause waren die Rot-Weißen im Fahrwasser und verbuchten eine knappe Führung. Mit dem 2:0 sicherte Kücük dem Team von Trainer Frank Fulland nicht nur den Sieg, sondern erzielte auch seinen zweiten Tagestreffer (47.). In der Schlussphase nahm Marcus Menzel noch einen Doppelwechsel vor. Für Leon Wielert und Noah Rodermund kamen Tim Piechatzek und Jonathan Hoffmann auf das Feld (78.). Am Ende punktete der TuS dreifach bei BW Weser.

Der FC muss sich ohne Zweifel um die eigene Abwehr kümmern. Im Schnitt kassierte das Team mehr als zwei Gegentreffer pro Spiel. Durch diese Niederlage fallen die Blau-Weißen in der Tabelle auf Platz zwölf zurück. Wo bei den Blau Hosen der Schuh drückt, ist offensichtlich: Die sieben erzielten Treffer sind Ausdruck mangelnder Durchschlagskraft. In dieser Saison sammelte das Heimteam bisher zwei Siege und kassierte vier Niederlagen. Der FC Blau-Weiß Weser baut die Mini-Serie von zwei Siegen nicht aus.

Der TuS Lipperreihe stabilisiert nach dem Erfolg über BW Weser die eigene Position im Klassement. Mit dem Sieg knüpfte der Gast an die bisherigen Saisonerfolge an. Insgesamt reklamiert Lipperreihe vier Siege und ein Remis für sich, während es nur eine Niederlage setzte. Seit fünf Partien ist es keiner Mannschaft mehr gelungen, den Aufsteiger zu besiegen.

Am nächsten Sonntag reist der FC zum TuS WE Lügde, zeitgleich empfängt der TuS Lipperreihe die SG Hiddesen-Heidenoldendorf.


Marcus Menzel, Coach der Hausherren meinte. "Der Sieg für Lipperreihe geht im großen und ganzen in Ordnung. Wir haben uns das selber zuzuschreiben, waren in der ersten Halbzeit zu passiv und haben uns kaum hinten raus getraut. Wir hatten die Chance zum 1:0, machen das Tor nicht, auch wenn es unverdient gewesen wäre, ist das manchmal so beim Fußball. Wir bekommen kurz vor der Halbzeit das 1:0. In der zweiten Hälfte wollten wir wieder spielen wie in den letzten Spielen. Wir haben das getan und fangen uns durch mehrere individuelle Fehler hintereinander das 2:0. Wir haben dann weiter gespielt und Lipperreihe hatte keine besonderen Torchancen mehr. Der Sieg geht auf Grund der ersten Halbzeit in Ordnung, weil wir zu passiv waren. In der zweiten Hälfte waren wir meiner Meinung nach die bessere Mannschaft."

Frank Weigmann, Pressesprecher der lippischen Gäste erklärte. "Souveräner 2:0 Auswärtssieg gegen einen schwachen Gegner. Die Tore haben wir genau zum richtigen Zeit erzielt. Kurz vor und direkt nach der Halbzeit war jeweils Furkan Kücük erfolgreich."

FC Peckelsheim-E-L - SV Dringenberg 3:3 (0:2)

Der SV Dringenberg hatte sich bereits auf die drei Punkte gefreut, musste sich letztlich jedoch beim Ergebnis von 3:3 mit lediglich einem begnügen. Die Vorzeichen hatten auf Sieg zugunsten der SVD´ler gestanden. Die 90 Minuten zeigten jedoch, dass Dringenberg der Favoritenrolle nicht gerecht wurde.

Patrick Stiewe ließ sich in der 15. Minute nicht zweimal bitten und verwertete zum 1:0 für SV´ler. Ehe der Schiedsrichter Björn Schlingmann (Detmold) die Akteure zur Pause bat, erzielte Thomas Rex aufseiten von Blau-Gelben das 2:0 (41.). Es waren die Gäste, die zur Pause eine Führung ihr Eigen nannten. Matthias Rebmann vom FC Peckelsheim-E-L nahm zum Wiederanpfiff einen Wechsel vor: Marek Vogt blieb in der Kabine, für ihn kam Max Jonietz. Der bisherige Spielverlauf lief nach dem Geschmack von Sven Schmidt, sodass die Situation es hergab, einen Doppelwechsel vorzunehmen: Jonathan Kros und Dennis Kriger kamen für Lukas Schöttler und Sascha Unger ins Spiel (52.). Thomas Frederkind vollendete zum dritten Tagestreffer in der 55. Spielminute. In der 62. Minute brachte Jonietz den Ball im Netz des SVD unter. Dominik Varlemann traf zum 2:3 zugunsten von Peckelsheim (70.). Kurz vor Ende der Partie war es Paboy Fanneh, der die FC-ler rettete und den Ausgleich markierte (88.). Nach einer deutlichen Führung wähnte der SV Dringenberg die Schäfchen bereits im Trockenen. Doch die Peckelsheimer stemmten sich gegen die drohende Niederlage und holten am Ende noch ein Remis.

Mit acht Zählern aus sechs Spielen steht der FC PEL momentan im Mittelfeld der Tabelle. Zwei Siege, zwei Remis und zwei Niederlagen tragen zur Momentaufnahme der Gastgeber bei. Der letzte Dreier liegt für den FC Peckelsheim-E-L bereits drei Spiele zurück.

Nach sechs gespielten Runden gehen bereits 13 Punkte auf das Konto von Dringenberg und bescheren der Mannschaft einen hervorragenden dritten Platz. Die Offensive des Gasts in Schach zu halten ist kein Zuckerschlecken. Auch Peckelsheim war in diesem Spiel mehrmals überfordert. Bereits 24-mal schlugen die Angreifer des SVD in dieser Spielzeit zu. Nur einmal gab sich der SV Dringenberg bisher geschlagen. Dringenberg blieb auch im fünften Spiel hintereinander ungeschlagen, baute jedoch die Serie von vier Siegen nicht aus.

Nächster Prüfstein für den FC PEL ist der TBV Lemgo (Sonntag, 15:30 Uhr). Der SVD misst sich am selben Tag mit dem VfR Borgentreich (15:00 Uhr).

Sven Schmidt Trainer der Gäste war richtig angefressen. „Wir bekommen die Gegentreffer durch zwei Freistöße und einen Elfmeter gegen uns. Bitter ist gar kein Ausdruck, es war völlig unnötig und unverdient, aber so ist Fußball manchmal“.

PEL Trainer Matthias Rebmann meinte. "Es war eine irre Aufholjagd. Bis zur 60. Minute ging das Spiel komplett an Dringenberg, sie hätten auch noch höher führen können. Da hatten wir Glück, dass muss man ehrlich zugeben. In der Halbzeit haben wir umgestellt und wollten früher angreifen, dass ist uns gut gelungen. In der ersten Hälfte sind wir nur hinterhergelaufen, da hat Dringenberg uns wenig Chancen gelassen. In der zweiten Hälfte haben wir es von Anfang an gut gemacht. Wir bekommen nach einem Abwehrfehler das 0:3. Dringenberg dachte dann wohl, dass sie den Sieg sicher haben, wir haben aber weiter gespielt. Da muss man der Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Mit der Personalsituation und den Spielern aus der zweiten, erfüllen wir das 1:3. Ab dem Zeitpunkt kam bei uns der Glaube zurück und Dringenberg hat angefangen nachzudenken. Wir erzielen kurz danach das 2:3 und dann war der Glaube riesig. Wir haben das bis zum Ende durchgezogen und nach einem klaren Foulspiel erzielen wir das 3:3. wenn das Spiel länger geht, haben wir eventuell noch die Chance auf den Sieg. Aufgrund der letzten halben Stunde haben wir uns das erarbeitet. Für uns ist es eine große Sache, dass wir das Spiel noch zum 3:3 drehen. Wir nehmen den Punkt gerne mit."

SV Eintracht Jerxen-Orbke - Post TSV Detmold 1:3 (1:1)

Am Sonntag begrüßte der SV Eintracht Jerxen-Orbke den Post TSV Detmold. Die Begegnung ging mit 3:1 zugunsten des Rot-Gelben aus. Wem die Favoritenrolle bei diesem Match zusteht, war vorab klar. Detmold enttäuschte die Erwartungen nicht.

Kaum war das Spiel angepfiffen, lag Detmolder bereits in Front. Fynn Luca Vollmer markierte in der ersten Minute die Führung. Jerxen-Orbke zeigte sich wenig beeindruckt. In der zehnten Minute schlug Oliver Lukas mit dem Ausgleich zurück. Andre Patscha schickte Cedrik Albrecht aufs Feld. Maximilian Herms blieb in der Kabine. Ohne dass sich am Stand noch etwas tat, schickte Referee Marius Würtz (Bielefeld) die Akteure in die Pause. Alexander Felker machte in der 48. Minute das 2:1 des TSV perfekt. Fabio Cucchiara schoss die Kugel zum 3:1 für Post`ler über die Linie (50.). Marco Schlobinski setzte auf neues Personal und brachte per Doppelwechsel Kim-Leonard Eichhorst und Kieren Lennard Mc Carthy auf den Platz (68.). Am Ende hieß es für den Post TSV Detmold: drei Punkte auf des Gegners Platz durch einen Auswärtserfolg beim SV.

Der SV Eintracht Jerxen-Orbke muss sich ohne Zweifel um die eigene Abwehr kümmern. Im Schnitt kassierte das Team mehr als drei Gegentreffer pro Spiel. Mit sieben Zählern aus sechs Spielen stehen die Blau-Weißen momentan im Mittelfeld der Tabelle. In der Verteidigung der SV´ler stimmt es ganz und gar nicht: 20 Gegentreffer musste sie in dieser Saison bereits hinnehmen. Die bisherige Saisonbilanz der Jerxener bleibt mit zwei Siegen, einem Unentschieden und drei Pleiten schwach. Nach dem vierten Spiel in Folge ohne Dreier wird das Heimteam nach unten durchgereicht.

Detmold ist auswärts noch ohne Punktverlust. TSV-ler ist nach dem Erfolg weiter der Primus der Bezirksliga Staffel 3. Der Post TSV Detmold setzt den furiosen Saisonstart fort und hat nun schon sechs Siege auf dem Konto.

Kommende Woche tritt Jerxen-Orbke beim TSC Steinheim an (Sonntag, 14:00 Uhr), am gleichen Tag genießt Detmold Heimrecht gegen die Zweitvertretung von Brakel.

Marco Schlobinski, Trainer der Gastgeber meinte. "Für uns war es insgesamt ein bitteres Derby. Kriegen relativ schnell ein 1:0 was wir aber ausgleichen konnten. Bis zur Halbzeit waren wir gut im Spiel und eigentlich auch die aktivere und bissigere Mannschaft mit besseren Chancen. In der zweiten Halbzeit reißt dann der Faden so ab. Es ist ein bisschen unverständlich wir wir dann in der zweiten Halbzeit agiert und auch in der Überzahl keine Lösung mehr gefunden haben. Sie stehen nicht unverdient oben und unterm Strich war es ein verdienter Sieg."

Post Obmann Michael Grundmann meinte. "Die ersten 10 Minuten waren wir sehr gut im Spiel und machen nach 40 Sekunden das 1:0 durch Fynn Vollmer. Danach war es ein sehr hektisches Spiel mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten. Jerxen schaltet nach einem Einwurf schnell und macht das 1:1. Nach der Halbzeit waren wir sofort da und gehen per Doppelpack 3:1 in Führung. Insgesamt war es ein verdienter Sieg für uns, in der zweiten Halbzeit waren wir zielstrebiger und haben trotz Unterzahl mehr Spielanteile gehabt."

FC Augustdorf - TBV Lemgo 1:6 (1:1)

Lemgo setzt sich deutlich beim FCA durch

Lemgo erteilte dem FCA eine Lehrstunde: 6:1 hieß es am Ende für den TBV Lemgo. Lemgo ließ keine Zweifel an der Ausgangslage aufkommen und feierte gegen den FC Augustdorf einen klaren Erfolg.

In der zehnten Minute ging der TBV in Führung. Joel Weber war zur Stelle und markierte das 1:1 von Augustdorf (23.). Zum Seitenwechsel hatte keine Mannschaft die Oberhand gewonnen. Unentschieden lautete der Zwischenstand. Artur Esko trug sich in der 51. Spielminute in die Torschützenliste ein. Manuel Süllwold (56.) und Serkan Erdem (59.) erhöhten, ehe Thomas Specht das 5:1 besorgte (62.). Eigentlich war der FCA schon geschlagen, als Erdem das Leder zum 1:6 über die Linie beförderte (63.). Der TBV Lemgo überrannte den FC Augustdorf förmlich mit sechs Toren und fährt so mit einem verdienten Sieg in der Tasche nach Hause.

Große Sorgen wird sich Matthias Heymann um die Defensive machen. Schon 17 Gegentore kassierte Augustdorf. Mehr als drei pro Spiel – definitiv zu viel. Für die Rot-Weißen gibt es einiges zu tun. Denn die Bilanz von sieben Punkten aus fünf Heimspielen lässt doch Luft nach oben. Die bisherige Saisonbilanz der FC-ler bleibt mit zwei Siegen, einem Unentschieden und drei Pleiten schwach. Die Lage der Heimmannschaft bleibt angespannt. Gegen Lemgo musste man zum zweiten Mal in Folge die Punkte abgeben.

33 Tore – mehr Treffer als der TBV erzielte kein anderes Team der Bezirksliga Staffel 3. Die Saison der Blau-Weißen verläuft weiterhin vielversprechend. Insgesamt haben die Gäste nun schon vier Siege und ein Remis auf dem Konto, während es erst eine Niederlage setzte. Die TBV´ler sind seit vier Spielen unbezwungen.

Nach sechs absolvierten Spielen stockte die Elf von Trainer Matthias Wölk sein Punktekonto bereits auf 13 Zähler auf und hält damit einen starken zweiten Platz. Die chronische Abwehrschwäche zeigte sich auch im Spiel gegen den TBV Lemgo – der FCA bleibt weiter unten drin.

Der FC Augustdorf tritt am kommenden Sonntag beim TSV Oerlinghausen an, Lemgo empfängt am selben Tag den FC Peckelsheim-E-L.

Matthias Heymann vom Augustdorfer Trainerteam bilanzierte. "Das war schon bitter heute. Nach 45 ordentlichen Minuten geben wir das Spiel innerhalb von 15 Minuten komplett aus der Hand. Die erste Halbzeit sind wir gleichwertig und setzen unseren Plan gut um. Am Ende aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter Sieg für Lemgo. Wir schauen jetzt in wie weit wir auf und neben dem Platz passende Lösungen finden können."

Simon Schneidermann, Spieler und Pressesprecher des TBV Lemgo freute sich. "Wir haben heute in Augustdorf eine vernünftige Leistung gezeigt. Es gibt allerdings noch viele Situationen, die man besser lösen kann. In der ersten Halbzeit gehen wir in Führung und haben viel Ballbesitz. In manchen Momenten treffen wir dann leider die falsche Entscheidung, sodass Augustdorf mit dem einzigen echten Torschuss den Ausgleich erzielt. Insbesondere hat das Zweikampfverhalten in Halbzeit eins noch nicht hundertprozentig gestimmt. Da müssen wir uns vorwerfen, dass wir die Überlegenheit, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, nicht ab der ersten Minute gezeigt haben. In der zweiten Halbzeit sind wir dann deutlich griffiger und können unsere offensive Qualität auch ummünzen.

SG Hiddesen-Heidenoldendorf- RSV Barntrup 1:2 (1:0)

Ein Tor machte den Unterschied in der Begegnung von der SG Hiddesen-Heidenoldendorf und dem RSV Barntrup, die mit 1:2 endete. Vor dem Anpfiff war ein ausgeglichenes Spiel erwartet worden. Letztendlich bestätigte sich diese Einschätzung, da lediglich ein Treffer über Sieg und Niederlage entschied.

In der Anfangsphase schaffte es keines der beiden Teams, sich eine Chance zu erarbeiten. Justin Gottfried brachte Hiddesen in der 21. Minute nach vorn. Die Pausenführung der SG´ler fiel knapp aus. In der 52. Minute brachte Kevin Elsner den Ball im Netz der Heidenoldendorfer unter. Leon Baumeister stellte die Weichen für Barntrup auf Sieg, als er in Minute 57 mit dem 2:1 zur Stelle war. Die SG stellte in der 60. Minute mit einem Dreifachwechsel groß um und schickte Ole Schieffer, Dorian Fries und Samuel Töws für Marco Petkau, Louis Kramer und Thomas Knöllner auf den Platz. Mit dem Ende der Spielzeit strich der RSV gegen das Team von Markus Rüschenpöhler die volle Ausbeute ein.

Mit zehn Zählern aus sechs Spielen steht die SG Hiddesen-Heidenoldendorf momentan im Mittelfeld der Tabelle. Drei Siege, ein Remis und zwei Niederlagen tragen zur Momentaufnahme des Heimteams bei. Der letzte Dreier liegt für Hiddesen bereits drei Spiele zurück.

Große Sorgen wird sich Daniel Barbarito um die Defensive machen. Schon 16 Gegentore kassierte der RSV Barntrup. Mehr als drei pro Spiel – definitiv zu viel. Die RSV`ler machten in der Tabelle einen Satz und finden sich auf Rang neun wieder. Barntruper bessert seine eher dürftige Bilanz auf und kommt nun auf insgesamt zwei Siege, ein Unentschieden und drei Pleiten. Der Gast beendete die Serie von vier Spielen ohne Sieg.

Am Sonntag muss die SG beim TuS Lipperreihe ran, zeitgleich wird Barntrup vom SV Höxter in Empfang genommen.


Markus Rüschenpöhler, Trainer der Gastgeber zum Spiel. "Wir verlieren 2:1 gegen Barntrup, es war kein gutes Spiel von uns. Es ist zwar sehr unglücklich gelaufen, ob es verdient oder unverdient war spielt am Ende aber auch keine Rolle. Insgesamt war es sehr bitter und eine schlechte Leistung von uns.
Ich bin schon sehr enttäuscht darüber muss ich ehrlicher weise sagen. Ich hätte damit leben können, wenn wir ein Punkt geholt hätten, aber so hat es nicht gereicht. Das Tor für uns hat ein noch aktueller A-Jugend Spieler aus ungefähr 22 Metern geschossen. Die beiden Gegentore sind relativ kurz nach der Pause gefallen. Einmal ein Angriff über die rechte Seite, wo Elsner dann gegen zwei Gegenspieler von uns zum Abschluss kam. Er drückt den Ball dann irgendwie über die Linie. Das 2:1, war ein Solo. Baumeister setzt sich gegen vier Spieler durch, wo wir ja quasi nur passiv verteidigen. Nachher hatten wir alles versucht, hatten auch noch die ein oder andere Möglichkeit, aber es hat am Ende nicht gereicht. Ich bin von der heutigen Leistung und dem Spielausgang enttäuscht. "

RSV Trainer Daniel Barbarito zum Spiel. "Wie sagt man so schön: „Glücklich, aber nicht unverdient.“ Es war von beiden Seiten ein sehr kampfbetontes faires Spiel. Ich glaube,dass wir heute die griffigere und kämpferisch stärkere Mannschaft waren. Es war ein Spiel mit wenig klaren Torraum Szenen. Hiddesen Heidenoldendorf geht mit einem 25 Meter Schuss in Führung, dass ist so und kann passieren, da mach ich meinen Jungs überhaupt keinen Vorwurf. Ich hab meinen Jungs in der Halbzeit gesagt, dass wir hier ein gutes Spiel machen und das Hiddesen wenig Lösungen hat für unser Spiel und wir uns noch belohnen werden. Durch zwei super Aktionen haben wir das ja dann auch gemacht. Einmal über außen wo Leon Baumeister reinflankt und Kevin Elsner sich super durchsetzt. 
Das 2:1 war ein super Ballgewinn von Jakob Funk im Mittelfeld, welcher Leon dann auf Reise schickt, der setzt sich dann super gegen drei Mann durch und macht dann das 2:1. Hiddesen hat dann natürlich die letzten zwanzig Minuten alles nach vorne geworden mit Flanken, Ecken mit allem drum und dran, aber auf Grund unserer kämpferischen Leistung war das dann verdient. Auch wenn wir uns nicht über ein 2:2 beschweren dürfen, aber man muss ganz klar sagen Hiddesen Heidenoldendorf hat in der zweiten Halbzeit nur eine gute Torchance. Ansonsten war da nicht mehr viel, so dass ich sage, dass der Sieg glücklich aber nicht unverdient ist und ja ich hab schon in den Vorberichten gesagt, ich glaube an meine Mannschaft und das wir da unten rauskommen. Das haben wir heute bewiesen. Für mich ist Fußball auch eine Einstellungssache und ein Kopfsport und wenn wir das dann im Kopf drin haben, dass wir über Kampf und Einstellung gehen, bin ich davon überzeugt, dass wir noch weitere Punkte in den nächsten Wochen holen werden."

VfR Borgentreich - TuS WE Lügde 0:3 (0:0)

Lügde erreichte einen deutlichen 3:0-Erfolg gegen den VfR. Auf dem Papier ging der TuS als Favorit ins Spiel gegen den VfR Borgentreich – der Verlauf der 90 Minuten zeigte, weshalb dem so war.

Der Unparteiische setzte mit dem Halbzeitpfiff dem torlosen Treiben auf dem Feld vorläufig ein Ende. Marcel Walek versenkte die Kugel zum 1:0 (47.). Tim-Christopher Dachrodt beseitigte mit seinen Toren (81./89.) die letzten Zweifel am Sieg des TuS WE Lügde. Am Ende punktete Lügde dreifach bei Borgentreich.

Für den VfR gibt es einiges zu tun. Denn die Bilanz von vier Punkten aus drei Heimspielen lässt doch Luft nach oben. Die bisherige Saisonbilanz der Orgelstädter bleibt mit einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Pleiten schwach. Nachdem in den letzten fünf Spielen kein Sieg verbucht wurde, büßten die Borgentreicher im Tableau Plätze ein und rangieren aktuell nur auf Rang 14.

Drei Siege, ein Remis und zwei Niederlagen tragen zur Momentaufnahme des TuS bei.

Die Blau-Gelben setzten sich mit diesem Sieg vom VfR Borgentreich ab und belegen nun mit zehn Punkten den fünften Rang, während das Team von Christopher Brand weiterhin fünf Zähler auf dem Konto hat und den 14. Tabellenplatz einnimmt.

Am nächsten Sonntag reist Borgentreich zum SV Dringenberg, zeitgleich empfängt der TuS WE Lügde den FC Blau-Weiß Weser.

Borgentreichs Trainer Christopher Brandt erklärte die Heimniederlage. "In den ersten 45 Minuten waren wir die spielbestimmende Mannschaft, verpassten es aber, den Ball im Tor unterzukriegen. Nach dem Gegentreffer kurz nach der Halbzeit, gingen die Köpfe runter und es lief nichts mehr. So können wir in der Bezirksliga nicht bestehen."

Lügdes Keeper Felix Wessel erkannte. "Die erste Halbzeit gehörte Borgentreich, wir bekamen keinen Zugriff und hätten uns nicht über einen Rückstand beschweren können. Nach der Pause waren wir besser im Spiel und sind durch einen Ballgewinn im Mittelfeld in Führung gegangen, Nils Nehrig setzte Marcel Walek in Szene und dieser vollstreckte zum 1:0. Danach war es ein offenes Spiel in dem sich Borgentreich selbst durch eine gelb-rote Karte gegen Robin Fögen schwächte und wir durch zwei Konter, die jeweils von Tim Dachrodt vollstreckt wurden auf Vorlage von Nils Nehrig den Sieg holten."

Aufsteiger Lügde siegte in Borgentreich

VfR Sportdirektor Thomas Schulte war sauer. "So ein Spiel darf man zu Hause gegen so einen Gegner nicht verlieren. In der Anfangsphase haben wir etwas gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind. Danach erspielen wir uns bis zur Pause mehrere gute Chancen um mit ein, zwei Toren in die Halbzeit gehen zu können. Die besten Möglichkeiten hatten Marius Robrecht, der mit einem Kopfball am Lügder Torhüter scheiterte und Tobias Cloidt, dessen Freistoß aus ca. 20m der Keeper mit den Fingerspitzen über die Latte lenken konnte. Niklas Mertens, der zum ersten mal nach über 2 Wochen Verletzungspause wieder zur Verfügung stand, scheitere zwei mal mit Distanzschüssen. Kurz nach der Pause bekommen wir nach einer Fehlerkette in der Hintermannschaft unglücklich das 0:1. Danach haben wir dann fast komplett das Fussball spielen eingestellt. In der 67. musste Abwehrchef Robin Fögen nach wiederholtem Foulspiel mit gelb rot vom Platz. In der Situation verdrehte er sich zudem das Knie und musste verletzt vom Platz getragen werden. Danach hatten wir trotz Unterzahl zwar noch die ein oder andere Chance, sind aber nicht mehr ins Spiel gekommen und waren insgesamt nicht konsequent genug. In der Schlussphase haben wir dann noch mal hinten aufgemacht und auf Dreierkette umgestellt und wurden zwei mal klassisch ausgekontert. Unterm Strich gegen einen schlagbaren Gegner einfach zu wenig um die Punkte in Borgentreich zu behalten. Wir haben es verpasst, in der ordentlichen ersten Halbzeit einfach mal einen rein zu machen. So stehen wir am Ende des Tages mit leeren Händen da. Trainer Christopher Brand war dementsprechend sauer über den unnötigen Ausgang des Spiels. Jetzt müssen wir in den kommenden schweren Spielen versuchen einen Dreier ein zu fahren."

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