Faktencheck bei der SG

"Sicher gibt es mal kritische Stimmen wenn der Erfolg ausbleibt"

30. September 2021, 09:03 Uhr

SG Trainer Dieter Olejak bezog Stellung und erläuterte die Gründe

In der Kreisliga A-Gruppe 1 hinkt die SG Bühne/Körbecke den Erwartungen hinterher. Zumindest der von den Experten, die die Spielgemeinschaft weiter vorne gesehen haben. Für den Trainer, das machte er im Gespräch klar, liegt es nicht nur am Abgang von Alex Hengst. Es gibt vielfältige Gründe und darüber haben wir uns mit Trainer Dieter Olejak ausgetauscht.

FubaNews: Dieter. Ihr wartet nach vier Spielen immer noch auf den ersten Sieg. Was sind die Gründe für das bisher mäßige Abschneiden?

Dieter Olejak: Sicherlich hatten wir uns das Ganze auch ein wenig anders vorgestellt, aber das es für uns in dieser Saison schwer werden würde, war uns klar. Es fehlt uns in dieser Saison ein wenig das Spielglück. Gegen Germete treffen wir zweimal die Latte und verschießen noch einen Elfmeter und gegen Bonenburg bekommen wir praktisch mit dem Schlusspfiff den Ausgleich. Das ist schon ein wenig unglücklich. Zudem haben wir in jedem Spiel mit einer neuen Anfangsformation beginnen müssen.

 
Wir haben z. Zt. gerade mal einen Kader von 17 Spielern und haben aufgrund von Spätdienst, Studenten oder auswärtig wohnenden Spielern teilweise nur acht Spieler beim Training, dass erschwert natürlich die Vorbereitung auf die Spiele.

Ihr habt vor der Saison mit Alex Hengst euren alles überragenden Spieler verloren, aber sonst ist der Kader fast unverändert. Liegt es nur am Fehlen von Alex Hengst, das es nicht läuft bei euch?

Olejak: Dies würde ich nicht so sehen. Kai Niemeier ein super Abwehrspieler, möchte seit dieser Saison nur noch zweite Mannschaft spielen. Ein absoluter Verlust für uns. Mit Jonathan Kornhoff, der ein Auslandssemester absolviert, steht uns momentan der beste Torschütze nicht zur Verfügung und mit Heiko Rasche hat sich ein weiterer ehemaliger Bezirksligaspieler abgemeldet. Dazu kommt dann noch der Weggang von Alex. Du siehst also, dass sich auf vielen Schlüsselpositionen im Kader Veränderungen ergeben haben. Viele Spieler müssen neue Rollen in der Mannschaft einnehmen, das braucht Zeit.

Was muss sich aus deiner Sicht ändern, um wieder in die Erfolgsspur zu gelangen?

Olejak: Wir müssen ruhig und kontinuierlich weiterarbeiten und in einigen Bereichen noch mal 5 – 10 % zulegen, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein. Die Mannschaft hat das Zeug dazu.

Euer Anspruch war schon in dieser Gruppe in die Meisterrunde zu gelangen. Das Ziel scheint derzeit etwas weit weg. Muss man die Zielsetzung korrigieren oder ist es noch möglich?

Olejak: Hier muss ich widersprechen. Ich hatte im Vorfeld zu unserem Spiel gegen Germete bereits gesagt, dass unsere Zielsetzung in dieser Saison der Nichtabstieg ist. Die ersten drei Plätze hatte ich von vorneherein schon verteilt. Für Platz vier in unserer Gruppe hätte es für uns optimal verlaufen müssen. Das tut es aber nicht.

Vorne reichte es bisher nur zu einem Treffer pro Partie. Fehlt euch dort vorne die Durchschlagskraft oder der entscheidende Einzelspieler, der am Ende einer Saison auch mal zweistellig trifft?

Olejak: Wie bereits erwähnt haben wir Jonathan Kornhoff nicht zur Verfügung. Heiko Rasche ist ein weiterer Offensivspieler, der nicht mehr da ist. Mit Niklas Bremer ist ein Stürmer beruflich bedingt nur alle vierzehn Tage einsetzbar. Felix Herold, der ehemalige Torschützenkönig der Kreisliga B ist nach 1,5 Jahren Verletzung wieder ins Training eingestiegen. Hier wird es noch dauern, bis er zur alten Leistungsstärke zurückfindet. Zum Glück konnten wir Ulrich Redeker reaktivieren, sonst wären unsere Offensivprobleme noch größer.

In den letzten Jahren ging die Kurve des Vereins ja kontinuierlich nach oben, gekrönt mit dem A-Liga-Aufstieg. Bleib das Umfeld bei den derzeitigen Resultaten weiter entspannt oder gibt es auch mal kritische Stimmen?

Olejak: Natürlich gibt es immer mal wieder kritische Stimmen, wenn der Erfolg ausbleibt, aber insgesamt ist es im Umfeld ruhig. Wichtig ist, dass die Mannschaft an sich glaubt und sich nicht hängen lässt. Wir müssen zusammen als Mannschaft den Bock umstoßen. Das haben wir zuletzt im Spiel gegen TiG bewiesen, dass wir das können. Es war das erste Spiel, das wir in diesem Jahr zu null gespielt haben und dies gegen eine Mannschaft, die für ihre offensive Stärke bekannt ist. Ich glaube, dass auch die Zuschauer zufrieden waren und sie gesehen haben, dass die Mannschaft bereit ist, für den Klassenerhalt zu kämpfen.

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