Der Torjäger spricht

So schnell kann es gehen ! Vom Chancentod zum Retter

19. Oktober 2021, 07:04 Uhr

Das Selbstvertrauen und der Torinstinkt ist bei Jonas Böhner zurück. Der Stürmer hatte zu Beginn eine schwieriger Phase

Für Brakels Stürmer Jonas Böhner war die bisherige Landesligaspielzeit eine gefühlte Achterbahnfahrt. Verletzt in den ersten drei Spielen dann der Buhmann und schon als Chancentod betitelt durch vergebene Chancen gerade im Spiel gegen Dornberg. In den letzten drei Spielen konnte der 21-jährige Ottberger fünfmal treffen und hatte damit maßgeblichen Anteil an der kleinen Siegesserie nach dem schwachen Saisonstart. Wir haben uns mit Brakels Lebensversicherung unterhalten.

FubaNews: Hallo Jonas. Der Saisonstart von euch war alles andere als gut. Woran lag es?

Jonas Böhner: Wir haben auch in dieser Saison wieder eine extrem junge Mannschaft. Durch die vielen A-Jugend-Spieler war uns bewusst, dass wir eine gewisse Zeit brauchen, um uns zu finden. Die ersten Spieltage waren sicherlich schwer für uns, langsam haben wir aber die Spielphilosophie vom Trainer angenommen und sind auf dem richtigen Weg.

Du selbst hast zu Saisonbeginn drei Spiele verletzt gefehlt. Im Brakeler Thermo Glas Stadion hieß es schon "No Böhner No Party". Wie ist deine Meinung dazu??

Böhner: Die Verletzung zu Saisonbeginn war sicherlich an einem unglücklichen Zeitpunkt. Umso mehr freut es mich, dass ich der Mannschaft jetzt wieder auf dem Platz helfen kann, damit wir als Team Erfolg haben.

In Dornberg wiederum warst du der "Buhmann". Du hattest öfters die Entscheidung auf dem Fuß, konntest aber viele Großchancen nicht nutzen. Wie war die Situation für dich?

Böhner: Ich muss ehrlich sagen, dass es schon eine sehr harte Woche war. Natürlich war es sehr unglücklich, dass ich die Tore nicht erziele, aber auch diese Erfahrungen muss ich als Spieler machen.

In den letzten drei Partien hast du deine alte Stärke wieder gezeigt und fünf Tore beigesteuert. Sehen wir aktuell den besten Jonas Böhner?

Böhner: Nein, das sehe ich nicht so. Sicherlich kann ich positiv auf die letzten Wochen zurückblicken, aber trotzdem gibt es noch viele Sachen, an denen ich arbeiten muss. Ich will weiterhin alles für die Mannschaft und den Verein geben und dann schauen, wo wir schlussendlich landen.

Trotz des wichtigen Sieges in Bad Oeynhausen konntet ihr kein Sprung aus dem Tabellenkeller machen. Wie brenzlig wird der Abstiegskampf bei den vielen Absteigern?

Böhner: Es war extrem wichtig, dass wir die ersten Erfolgserlebnisse gemacht haben. Die Liga ist dieses Jahr wieder extrem eng und wir müssen jede Woche versuchen, alles reinzuhauen, damit wir weiterhin Punkte sammeln und uns von der Abstiegszone entfernen.

Abstiegskampf bedeutet auch Abnutzung. Wie ist die Stimmung bei euch im Team?

Böhner: Das Klima in der Mannschaft ist wirklich sehr gut. Man sieht bei jeder Trainingseinheit und auch sonntags auf dem Platz, dass jeder 100 % für die Mannschaft gibt und sich in jeden Zweikampf reinhaut. Es macht aktuell schon großen Spaß in der Mannschaft zu spielen, gerade mit den vielen jungen Spielern ist die Art und Weise, wie wir spielen, schon richtig cool.

Du selbst bist auch als Jugendtrainer in Brakel aktiv. Wie wichtig ist die Jugendarbeit und welche Tipps kannst du den Nachwuchsspielern geben?

Böhner: Die Jugendarbeit ist sicherlich die Basis der Spielvereinigung. Ich selber spiele seit der D-Jugend in Brakel und mein Ziel war es immer irgendwann in der ersten Mannschaft in Brakel zu spielen. Die Nachwuchskicker dürfen einfach nie den Spaß am Fußball spielen, verlieren und wenn sie immer alles reinhauen, dann werden sie auch ihren Weg gehen.

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