Urteil verkündet

TSC Team darf Rückrunde nicht mehr bestreiten

24. November 2021, 13:25 Uhr

DIe Bezirksligareserve vom TSC Steinheim II darf in der Rückrunde nicht mehr mitspielen

Am gestrigen Abend, fand die Kreisspruchkammersitzung in Bad Driburg statt, um die Geschehnisse des abgebrochenen C-Ligaspiels der Staffel 1, vom 7. November zwischen TSC Steinheim gegen den TuS Bad Driburg (FubaNews berichtete) zu beleuchten und ein Urteil zu fällen. Dies fiel dann für den TSC Steinheim II heftig aus. Die 2. Mannschaft darf in der Rückrunde nicht mehr am Spielbetrieb der Kreisliga C teilnehmen.

Kreisspruchkammer greift durch

Gerd Thöne, Vorsitzender der Kreisspruchkammer, erklärte das Urteil gegenüber FubaNews. „Die Versammlung lief von 18.30 Uhr bis 23.30 Uhr mit insgesamt 14 Zeugen und Vereinsvertretern, da zu wurden auch schriftliche Stellungnahmen von anwesenden Personen und Vereinen mit in die Beweisaufnahme eingebunden.“


Zum Urteil führte Thöne aus. „Es war eine komplexe Situation, die letztendlich zum Abbruch des Spiels und den nachfolgenden Vorkommnissen führte, die mit den unschönen Szenen auf dem Parkplatz endeten und in Beleidigungen und Bedrohungen mündeten. Was dort abgelaufen ist, dass Mannschaften fluchtartig das Gelände verlassen müssen, geht nicht und ist inakzeptabel, es ist kein rechtsfreier Raum. Der TSC hat sich hier zwar bemüht und viel unternommen, die Situation zu beruhigen, es aber letztendlich nicht geschafft. Der Heimverein ist für die Sicherheit verantwortlich. Wir haben deshalb geurteilt, den TSC Steinheim II für die Rückrunde der laufen Spielzeit 21/22 komplett aus dem Spielbetrieb zu nehmen. Die Ergebnisse der bisherigen Spiele werden aus der Wertung gestrichen. Zudem wir das Team für die Hinrunde der Saison 22/23 nur unter Bewährung spielen dürfen.“

Thöne erklärt die Situation - Urteil noch nicht rechtskräftig

Zu den persönlichen Strafen und der Spielwertung erklärte Gerd Thöne. „Ein Spieler vom TSC wird mit einer zehn Spiele-Sperre belegt und ein Bad Driburger Akteur mit sechs Spielen wegen grober Unsportlichkeit. Dazu wird das Spiel für beide Vereine als verloren gewertet. Denn aus unserer Sicht waren beide Mannschaften Schuld, dass es zum Abbruch kam und daher nur die logische Konsequenz. Zusätzlich werden beide Teams mit einer Geldstrafe von 200 Euro belegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und mit einer Frist zum Einspruch von 10 Tagen belegt.“

Urteil ist für den TSC so nicht akzeptabel

Bad Driburgs Vorsitzender der Fußball-Abteilung, Christian Stein, sagte uns. "Da wir als Verantwortlichen nicht bei dem Spiel dabei waren, haben wir uns zurückgehalten und auch in der Verhandlung keine Anträge gestellt. Das wir eine Teilschuld bekommen haben akzeptieren wir, und auch die Strafe gegen unseren Spieler. Auch wenn sie etwas höher ausgefallen ist wie von uns erwartet. Was nach dem Spielabbruch gelaufen ist gehört nirgends wo hin schon gar nicht auf den Sportplatz. Aber trotz allem haben wir nichts in der Sitzung gefordert, haben die Beurteilung komplett der KSK überlassen."


Der anwesende TSC II-Trainer Bünjamin Yasar erklärte. „Das Endergebnis ist aus unserer Sicht ein riesen Skandal und ist inakzeptabel. Die Spruchkammersitzung war in Bad Driburg und hat sehr lange gedauert, um die Stimmen aller Beteiligten zu hören. Der Torwart von Bad Driburg hat den Stein ins Rollen gebracht, das wurde auch gestern so bestätigt und ebenfalls das beide Mannschaften schuld sind an dem Vorgang. Die Geldstrafe und Spielsperre haben wir so akzeptiert. Aber das wir in der Rückrunde nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen dürfen und in der Hinrunde der Serie 22/23 unter Bewährung spielen müssen, ist nicht akzeptabel für uns. Die Kreisspruchkammer hat klar festgestellt, dass eine Teilschuld vorlag. Bei der festgestellten Teilschuld ist es für uns nicht nachzuvollziehen, dass wir nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen dürfen. Es gab keine Beweise für körperliche Gewalt, weder auf dem Spielfeld noch auf dem Parkplatz. Es waren beide Vereine dafür verantwortlich. Ich stelle mir jetzt die Frage, wenn überall eine Teilschuld festgestellt wurde, warum werden wir dann vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Es kann nicht sein, das über 20 Spieler jetzt nicht mehr Fußball spielen dürfen, wir haben mit allen Mitteln versucht, für Ruhe zu sorgen. Wir werden gegen das Urteil Berufung einlegen.“

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