Bezirksliga Staffel 3: Absage in Höxter

Wahnsinn. Fünffacher Pietsch sorgt für Ekstase

06. September 2020, 19:50 Uhr

Der FC Pel siegt im Derby an der Weser

Der erste Spieltag in der neuen Spielzeit 20/21 ist gespielt. Das Spiel in Höxter gegen den VfR Borgentreich wurde wegen einem Todesfall abgesagt. Auch sonst war es für die Höxteraner Clubs kein besonders guter Sonntag. Nur der FC Pel konnte dreifach punkten. Post Detmold siegt hingegen in Dringenberg mit 3:2 und die SG Hiddesen-Heidenoldendorf sieht beim FC Augustdorf. Brakel II lieferte in Barntrup einen großen Kampf.

SV Höxter - VfR Borgentreich abgesagt

Der Betreuer vom SV Höxter ist heute plötzlich und unerwartet verstorben. "Höxter bat darum das Spiel abzusagen, wo wir selbstverständlich sofort zugestimmt haben. Im Namen der Mannschaft und des VfR Borgentreich unsere aufrichtige Anteilnahme für den Verlust des langjährigen Betreuers des SV Höxter", so Obmann Thomas Schulte vom VfR Borgentreich.

RSV Barntrup - Spvg Brakel II 4:2 (3:2)

Brakels Trainer Norbert Dölitzsch zog Bilanz: „Der Unterschiedsspieler war Leon Baumeister bei Barntrup mit drei Toren. Wir haben mit Abstand unser bestes Spiel absolviert in den letzten Wochen. Tim Rüther machte unsere zwei Tore und fällt dann wieder auf seine lädierte Schulter und muss zur Pause raus. Es war bis zu letzt, ein umkämpftes Spiel und wir hätten den Ausgleich machen und uns belohnen können. Wir waren immer in Greifweite. Die Leistung heute war super, jeder hat gekämpft und alles raus geholt. Das lässt uns dann doch positiv in die nächsten Wochen blicken.“ Brakel war personell sehr gebeutelt und machte es gut.  


RSV Barntrup -Trainer Daniel Barbarito: „Brakel hat sich zu meiner Überraschung nicht hinten rein gestellt, sondern sie haben versucht früh zu pressen und mitzuspielen, was ihnen die ersten fünf Minuten auch sehr gut gelungen ist. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, weil sie uns früh im Spielaufbau gestört haben. Danach sind wir besser ins Spiel gekommen und haben durch Niklas Meier das 1:0 erzielt. Nach einer Standartsituation bekommen wir das 1:1 und haben dann mehr oder weniger im direkten Gegenzug das 2:1 durch Leon Baumeister erzielt. Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme mit unserem Spielaufbau und dem Pressing, das haben wir nicht gut umgesetzt. Dementsprechend sind dann im Zentrum viele Bälle verloren gegangen, wodurch dann auch das 2:2 resultiert. Das müssen wir klar auf unsere Kappe nehmen, zum Glück machen wir dann wieder das 3:2. In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel über 45. Minuten voll im Griff, da hätten wir durchaus noch ein paar Tore schießen können. In der 73. Minute erzielte Leon Baumeister das 4:2 und wir hätten in der 90. Minute nach einem Konter ein Tor schießen, bei dem der Schiedsrichter fälschlicherweise auf Abseits entscheidet. Die erste Halbzeit haben wir uns schwergetan, in der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel zu 100% im Griff, da kam von Brakel gar nichts mehr. Dementsprechend war es dann ein verdienter Sieg, aber wir müssen auch den Hut vor Brakel ziehen. Die haben das gerade in der ersten Halbzeit nicht schlecht gemacht und uns vor Probleme gestellt. Als neutraler Zuschauer war es ein gutes Spiel, beide Mannschaften haben einigermaßen vernünftigen Fussball gezeigt.“

TBV Lemgo - TSV Oerlinghausen 2:2 (2:2)

Im Lipperduell stand das ENdresultat bereits zur Pause fest. In der SChlußminute kassierten beide je eine rote Karte.  TSV Oerlinghausen – Trainer Miron Tadic: „In der ersten Minuten haben wir nach berechtigten Elfmeter bekommen, den wir zum 0:1 verwandeln konnten. In der 7. und 14. Minute bekommen wir dann nach einer Standartsituation und einem Elfmeter das 2:1. Die ersten 15. Minuten waren von beiden Teams relativ wild. Beide Mannschaften waren sehr heiß und teilweise waren wir zu ungestüm. Nach dem 2:1 war Lemgo für 25. Minuten klar die bessere Mannschaft, wir hätten durchaus auch das 3:1 kassieren können. Kurz vor der Halbzeit machen wir das 2:2. Die zweite Halbzeit geht klar an uns, aber beiden Mannschaften fehlten die klaren Torchancen. Beide Mannschaften standen tief und versuchten über Konter zu kommen. Leider hatten wir nach dem Spiel einen verbalen Austausch, sodass ein Spieler von Lemgo und einer von uns eine rote Karte bekam. Es war nur ein verbaler Austausch, an die Coronaregeln etc. haben wir uns gehalten. Meine Meinung nach war es auch überzogen.“


Simon Schneidermann, Spieler und Obmann TBV Lemgo meinte: "Wir starten leider sehr schlecht in das Spiel. Oerlinghausen ist durch einen berechtigten Elfmeter in Führung gegangen und wir haben uns in den ersten 10 Minuten etwas schwer getan. Ich habe dann mit der ersten Aktion das 1:1 per Kopf gemacht. Durch einen, wie ich finde, ebenfalls berechtigten Elfmeter sind wir dann durch Manu Süllwold in der 14. Minute in Führung gegangen. Ab da hatten wir das Spiel voll im Griff und verpassen leider das 3. und 4. Tor. Oerlinghausen kommt dann aus dem Nichts kurz vor der Pause zum 2:2, weil wir leider einen Fehler im Zentrum machen. In der zweiten Hälfte war es ein Kampfspiel, in der wir noch zwei gute Chancen hatten. Auf Grund der ersten Hälfte hätten wir das Spiel gut gewinnen können, in der zweiten Halbzeit war es eigentlich ausgeglichen."

Zu den beiden Platzverweisen äußerte Schneidermann. "Leider gab es noch nach dem Abpfiff zwei Platzverweise. Ich will mich zu den roten Karten eigentlich gar nicht äußern. Das Einzige, was ich sagen möchte, ist, dass beide Mannschaften das Spiel ganz normal beenden, sich alles Gute wünschen und keine Probleme miteinander haben. 
Dass dann ein erfahrener Trainer, der schon lange im Geschäft ist, irgendwelche zweifelhaften Sprüche vor der Lemgoer Bank machen muss, finde ich traurig. So verlieren beide Mannschaften einen Spieler. Nach dem Spiel sollte man sich die Hand schütteln und eventuell ein Bier zusammen trinken, wie es die beiden Mannschaften auch gemacht haben."

FC Augustdorf - SG Hiddesen-Heidenoldendorf 2:4 (1:2)

Die Gäste siegen im Lipperderby. FC Trainer Matthias Heymann berichtet. „Wir hatten uns vor dem Spiel viel vorgenommen aber am Ende einfach nicht abgeliefert. In allen Mannschaftsteilen, unseren Torhüter mal ausgenommen, war das einfach zu wenig. Heidenoldendorf hat verdient gewonnen. Mehr möchte ich da heute nicht zu sagen. Das besprechen wir Dienstag intern beim Training.“ 

Alexander Rau vom Augustdorfer Trainer Team fügt hinzu. "Wir verlieren verdient 2:4 gegen Heidenoldendorf. Ein schlechtes Spiel von uns, wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht. Wir müssen uns deutlich steigern. Kevin Sömmer hat beide Tore für uns gemacht."

SG Hiddesen/Heidenoldendorf – Trainer Markus Rüschenpöhler: „ Wir gewinnen 2:4 in Augustdorf und ich denke, dass es ein hochverdienter Sieg war. Nach einer guten Anfangsphase von uns bekommen wir ein Gegentor, bei dem wir unglücklich aussahen, aufgrund von Abspracheproblemen. Kevin Sommer erzielte das 1:0. Wir kamen dann aber gut zurück und hatten das Spiel weitestgehend im Griff. Nach einem Angriff über die rechte Seite erzielte Michael Thissen das 1:1. Nach einer Standartsituation erziele Marvin Louis Wiebe mit dem Fuß kurz vor der Halbzeit das 1:2. In der zweiten Halbzeit waren wir dann defensiv sehr sehr kompakt, haben gut umgeschaltet und nach einem Ballgewinn durch Thissen das 1:3 erzielen. Kurz danach verwandelte Niklas Petkaus unseren Elfmeter in der 68. Minute zum 1:4. Augustdorf schoss dann noch das 2:4, es wurde im Endeffekt aber nicht mehr gefährlich. Am Ende ein hochverdienter Sieg, Augustdorf hatte nur zwei richtig klare Chancen, die sie beide reingemacht haben, was ja auch eine Qualität ist. Ansonsten waren wir über 90. Minuten die agilere Mannschaft und haben daher auch verdient gewonnen. Ein guter Saisonstart, auf dem wir aufbauen könne. Nächste Woche spielen wir auswärts in Peckelsheim, wo uns erneute eine schwere Aufgabe erwartet.“

TuS Lipperreihe - SV Eintracht Jerxen-Orbke 4:5 (3:2)

Der Wahnsinn hatte hier heute einen Namen. Kevin Pietsch war nicht zu stoppen, markierte alles fünf Treffer der Gäste. Den entscheidenden per Elfmeter in der Nachspielzeit.  SV Eintracht Jerxen-Orbke – Trainer Marco Schlobinski: „ Ein wildes Spiel von beiden Seiten, ein offensiv Feuerwerk und löcherige Abwehrketten. Nach dem frühen 2:0 für Lipperreihe hat uns sicherlich die rote Karte geholfen, ansonsten hat unsere Tore alle Kevin Pietsch gemacht. Im Endeffekt gewinnen wir mit 4:5.“

SV Dringenberg - Post TSV Detmold 2:3 (2:1)

Dringenberg kann seine Halbzeitführung nicht ins Ziel bringen. Nach gut einer Viertelstunde führte die Schmidt-Elf mit 2:0 durch Treffer von Stiewe und Kühnemund. Detmold verkürzte vor der Pause durch Rüskaup. Nach dem Wiederanpfiff drehten Cömert und Hilbrink die Partie für Post.


SV Dringenberg – Trainer Sven Schmidt: „Am Ende steht eine bittere Niederlage gegen Detmold auf dem Programm. Wir kommen gut ins Spiel rein, verschießen nach fünf Minuten einen Elfmeter, machen dann nach einer Ecke von Stiewe das 1:0 durch Lars Künemund. Patrick Stiewe erhöht dann auf 2:0 und wir haben die Chance den dritten Treffer zu erzielen. Kurz vor der Pause bekommen wir das 2:1, weil wir über außen keinen Zugriff bekommen. Nach der Halbzeit war Post dann am Drücker und sie machen nach einem Freistoß aus dem Halbraum das 2:2. Zehn Minuten vor Schluss machen sie dann durch einen abgefälschten Schuss das 2:3. Am Ende bleibt es eine bittere Niederlage.“

Post Detmold – Obmann Michael Grundmann: „Die ersten 20. Minuten waren wir im totalen Corona-Schlaf, wir waren überhaupt nicht im Spiel und der SVD verschießt direkt am Anfang einen Elfmeter. Nach einer Ecke erzielen sie dann das 1:0 und sie machen dann nach einem individuellen Fehler das 2:0. Ab der 20. Minute waren wir die besser Mannschaft und wir machen dann kurz vor der Halbzeit das 2:1. Nach der Halbzeit erzielen wir durch einen Freistoß das 2:2. Das 2:3 machen wir nach einem guten Angriff über links. Der Sieg ist, wenn man die ersten zwanzig Minuten ausblendet, verdient. Dringenberg ist trotzdem eine super Mannschaft und sie hatten auch zwei Chancen. Wir sind total zufrieden mit dem Auswärtssieg in Dringenberg, dort werden sich viele Mannschaften schwer tun.Wir sind sehr glücklich mit dem ersten Sieg!“

Post TSV Detmold – Trainer Andre Patscha: „Die ersten zwanzig Minuten haben wir total verschlafen und wir bekommen dann relativ früh einen Elfmeter gegen uns. Marcel Zimmer pariert den aber überragend. Danach dachten wir, dass es für uns aufwärts gehen würde, dem war aber nicht so. Nach einer Standartsituation bekommen wir das 1:0. Danach dann durch einen individuellen Fehler das 2:0. Die ersten zwanzig Minuten waren wir komplett aus dem Spiel und danach haben wir dann angefangen Fußball zu spielen. Wir waren dann gut im Spiel und hatten ein paar Chancen, aber nichts zwingendes. Nach einem guten Doppelpass konnten wir über außen durchbrechen und Marco Rüskaup musste dann nur noch vollenden. Mit dem 2:1 ging es dann auch in die Kabine. In der Halbzeitpause haben wir dann gesagt, dass wir auf die langen Bälle der Dringenberger aufpassen müssen. Die diagonalen Bälle der Dringenberger haben wir dann gut abgefangen und haben in der zweiten Halbzeit fast

FC Blau-Weiß Weser - FC Peckelsheim-E-L 1:2 (0:1)

Paboy Fanneh, avanciert mit seinen beiden Toren (3./81.) zum Matchwinner für die Gäste vom FC PEL. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für Weser erzielt. Noah Mönkemeier (79.).
Matthias Rebmann, Trainer des FC PEL bilanzierte. „Wir sind sehr gut reingekommen in die Partie und uns tat natürlich die frühe Führung gut. Wir hatten danach nachlegen müssen, hatten dort gute Möglichkeiten. Nach etwa 20. Minuten war ein Bruch im Spiel, haben uns da auf das Spiel von Weser eingelassen, der Ball kam garnicht mehr runter. Bis zur Pause hatte Weser keine zwingenden Chancen, aber wir haben es nicht mehr konsequent zu ende gespielt. Die zweite Hälfte fing wieder gut an, als Stolte an Keeper Ferranti scheiterte. Ähnlich wie im ersten Abschnitt, haben wir wieder das Tor nicht gemacht. In der 80. Minute kassieren wir den Ausgleich. Zwei Minuten darauf verlängert Koch den Ball mit der Hacke und Paboy macht den Siegtreffer. Schlussendlich etwas dann etwas glücklich, das wir 2:1 gewinnen, aber über die gesamte Spielzeit verdient, gerade zu Beginn hätte wir den Sack zumachen müssen. Es war ein hinten raus ein knappes Ding, wir freuen uns über den gelungenen Auftakt.“


Weser Keeper und Obmann Dennis Ferranti berichtet. „Peckelsheim ist früh im Spiel nach einer Ecke in Führung gegangen. Danach mussten wir uns in die Partie rein kämpfen. Die ersten 20 Minuten waren schwierig, aber nach und nach haben wir es besser gemacht und hatten die erste gute Möglichkeit durch Luca Rikus. Kurz vor Schluss konnten wir uns auf außen durchsetzen und Leon Wielert verpasst knapp. Nach der zweiten Halbzeit hatten wir wieder mehr vom Spiel. Peckelsheim wurde nur über Konter gefährlich. Einmal musste ich aus kurzer Distanz parieren. Eine Chance ließ Noah Rodermund liegen, als der Torwart ihm in den Fuß spielte, aber die Möglichkeit ungenutzt ließ. In der 74. Minuten konnte sich Moritz Hake durchsetzen und Noah Mönkemeier grätschte in die Flanke zum 1:1. Leider waren wir danach nicht wach und haben das 2:1 für Peckelsheim kassiert. Spielertrainer Marcus Menzel musste mit einer Rippenverletzung ausgewechselt werden und ist zur Untersuchung ins Krankenhaus gefahren. Insgesamt müssen wir früher wach sein und nach vorne zielstrebiger werden. Dennoch konnten wir unsere Leistung nach der 20. Minute steigern.“

TuS WE Lügde - TSC Steinheim 4:0 (4:0)

Der Aufsteiger aus Lügde hat die ersten drei Zähler auf dem Konto. Gegen die Gäste vom TSC Steinheim gab es einen ganz deutlichen und ungefährdeten Auftakterfolg. Für Steinheim ein alles andere als gelungener Saisonauftakt. Lügdes Keeper Felix Wessel freute sich und bilanzierte. "Wir haben verdient gewonnen, gute Tore raus gespielt und in der zweiten Halbzeit haben wir etwas den Faden verloren. Wir haben nur eine Torchance zugelassen über die gesamten 90 Minuten. Einziger Wermutstropfen ist das Robin Schlieker verletzt raus musste.“ Das 1:0 fiel nach Flanke Walek und Kopfball Nehrig. Beim 2:0 bringt Eck die Kugel auf den zweiten Pfosten und Nehrig schießt ins kurze Eck ein. Schlieker ist beim 3:0 alleine durch und dem 4:0 geht ein herrliches Kombinationsspiel über Schlieker, Walek und Pape der vollendet, voraus.


TSC Trainer Rytis Narusevicius erklärte die Niederlage. „Wir haben 4:0 verloren. Nach 20 Minuten stand es schon 3:0 für den Gegner. Unser Umschaltspiel defensiv, war nicht gut. Da hat ein bisschen die Aggressivität gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir kleine Torchancen, aber nur für die Kosmetik. Die Niederlage war verdient. Mo, Bilal und Erdi können wir so einfach nicht ersetzen. Positiv war, das wir nicht auseinander gefallen haben. Sonst war das nicht gut von uns.“

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