Meisterrunde

"Werden Mannschaft stellen, personell sieht es aber unterirdisch aus"

13. Mai 2022, 12:33 Uhr

Dicke Luft - WSV Trainer Volker Stuckenberg sieht personelle Probleme

In der Meisterrunde scheint nichts mehr am TuS Bad Driburg vorbeizugehen. Der Titel ist praktisch fix. Da der zweite von der SG Mamü/Rischenau lt. Statuten nicht Aufstiegen darf, ist es spannend wer die Playoffspiele als Vizemeister bestreiten darf. Die besten Karten hat aktuell FC BW Weser und der TuS Lüchtringen.

SG Marienmünster/Rischenau – Warburger SV (Sonntag, 15:00 Uhr)

Der Warburger SV steht bei Grün-Weiß eine schwere Aufgabe bevor. Der letzte Auftritt des SG Marienmünster/Rischenau verlief enttäuschend. Vor heimischem Publikum setzte es eine 1:3-Niederlage gegen den TuS Bad Driburg. Am vergangenen Spieltag verlor die Warburger SV gegen SV Germania Bredenborn und steckte damit die achte Niederlage in dieser Saison ein. Gelingt die Wiedergutmachung? Die Warburger SV möchte den letzten Auftritt, als man gegen Grün-Weiß verlor (0:2), vergessen machen.

Der SG Marienmünster/Rischenau verbuchte sechs Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen auf der Habenseite.

Die Warburger SV muss sich ohne Zweifel um die eigene Abwehr kümmern. Im Schnitt kassierte das Team mehr als zwei Gegentreffer pro Spiel. Die Durchlässigkeit im Abwehrspiel der Mannschaft von Volker Stuckenberg ist deutlich zu hoch. 25 Gegentreffer – kein Team der Meisterrunde fing sich bislang mehr Tore ein.

Ob das Spiel so eindeutig endet, wie die Tabelle vermuten lässt? Die Gäste schaffen es mit vier Zählern derzeit nur auf Platz acht, während Grün-Weiß 16 Punkte mehr vorweist und damit den zweiten Rang einnimmt.

In Anbetracht der aktuellen Form und der tabellarischen Konstellation wäre es eine Überraschung, wenn der Sieger nicht SG Marienmünster/Rischenau hieße.  


WSV Coach Volker Stuckenberg beschreibt. "Wir werden am Sonntag eine Mannschaft auf den Platz bringen. Personell sieht es zwar unterirdisch aus aber 11 Spieler bekommen wir zusammen um das Spiel stattfinden zu lassen."

Andreas Niemann, Trainer der Hausherren erklärt. "Nach der Niederlage am letzten Sonntag, gegen Bad Driburg, wollen wir zu Hause unbedingt Punkten. Mit Warburg kommt ein Gegner der Momentan angeschlagen ist. Wir werden den Gegner nicht unterschätzen...wir gehen konzentriert an die Aufgabe und möchten unseren Zuschauer ein attraktives Spiel zeigen."

FC Blau-Weiß Weser – TuS Bad Driburg (Sonntag, 15:00 Uhr)

Der FC Blau-Weiß Weser fordert im Topspiel den TuS Bad Driburg heraus. Der FC Blau-Weiß Weser gewann das letzte Spiel gegen die SG Scherfede-Rimbeck-Wrexen mit 2:0 und liegt mit 16 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Der TuS strich am Sonntag drei Zähler gegen den SG Marienmünster/Rischenau ein (3:1). Vor heimischer Kulisse fuhr der TuS Bad Driburg im Hinspiel einen 3:1-Sieg ein.

Die Saison des FC Blau-Weiß Weser verläuft bisher durchschnittlich: Insgesamt hat die Elf von Trainer Patrick Denk fünf Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen verbucht.

Mit 26 Zählern führt der TuS das Klassement der Meisterrunde souverän an. Nicht wenige Mannschaften der Liga fragen sich mittlerweile, was man gegen Bad Driburg (8-2-0) noch ausrichten kann.

Vor allem die Offensivabteilung der Mannschaft von Coach Dennis Hustadt muss der FC Blau-Weiß Weser in den Griff kriegen. Im Schnitt trifft der Gegner mehr als dreimal pro Spiel. Hier treffen die beiden torgefährlichsten Mannschaften aufeinander (TuS Bad Driburg 36 Tore, FC Blau-Weiß Weser 19 Tore).

Die Vorzeichen stehen zugunsten des TuS Bad Driburg. Das muss den FC Blau-Weiß Weser allerdings nicht unbedingt abschrecken.


Weser Coach Patrick Denk teilte mit. "Am Sonntag wollen wir natürlich zuhause vor unseren Fans die Hinspielniederlage vergessen machen. Dafür habe ich soweit den kompletten Kader zur Verfügung. Wir wissen welche Qualität Bad Driburg besitzt, jedoch muss man auch sagen, dass wir es im Hinspiel recht gut gemacht haben."

Driburgs Spielertrainer Dennis Hustadt gibt Auskunft. "BW Weser hat sich im Hinspiel als starker Gegner präsentiert. Somit wird es auswärts in Lauenförde für uns nochmal ein richtige Herausforderung. Wir werden verletzungsbedingt auch einige Positionen verändern und ich bin gespannt, ob meine Jungs nicht nur Fußball spielen, sondern auch Fußball arbeiten können. Besonders die Spieler werden im Mittelpunkt stehen, die weniger gespielt haben und nun einen großen Beitrag leisten können, dem Ziel " Aufstieg" näher zu kommen."

TuS Lüchtringen – SG Scherfede-Rimbeck-Wrexen (Sonntag, 15:00 Uhr)

Nach nur einem Punkt aus den zurückliegenden vier Partien steht die SG am Sonntag im Spiel gegen TuS Lüchtringen mächtig unter Druck. Während TuS Lüchtringen nach dem 3:0 über den FC Germete-Wormeln 03 mit breiter Brust antritt, musste sich die SG Scherfede-Rimbeck-Wrexen zuletzt mit 0:2 geschlagen geben. Eine klare Angelegenheit war das Hinspiel nicht. TuS Lüchtringen siegte knapp mit 2:1.

Mit 16 gesammelten Zählern hat die Mannschaft von Sebastian Schwedhelm den vierten Platz im Klassement inne. Die Saison des Gastgebers verläuft bisher durchschnittlich: Insgesamt hat TuS Lüchtringen fünf Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen verbucht.

Die SG belegt mit elf Punkten den sechsten Tabellenplatz. Die Defensive von Scherfede-Rimbeck-Wrexen muss bis dato zu viele Gegentreffer verschmerzen – bereits 21-mal war dies der Fall. Der aktuelle Ertrag der Elf von Trainer Karl Schröder zusammengefasst: dreimal die Maximalausbeute, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen.

Defensiv läuft es bei beiden Mannschaften in dieser Spielzeit noch nicht rund. Sowohl TuS Lüchtringen (19) als auch die SG Scherfede-Rimbeck-Wrexen (21) kassierten zu viele Gegentore.

Die Vorzeichen stehen zugunsten von TuS Lüchtringen. Das muss die SG allerdings nicht unbedingt abschrecken.


TuS Trainer Sebastian Schwedhelm schildert. "Die Rückrunde der Meisterrunde startet für uns mit einem Heimspiel gegen Scherfede. Ich erwarte wie im Hinspiel ein eng umkämpftes Spiel und hoffe wieder auf das bessere Ende für uns."

Karl Schröder, Trainer der Gäste von der SG sagte. "Wir haben das Hinspiel in Wrexen in letzter Minute verloren und wollen es in Lüchtringen besser machen und Punkten. Mal schauen, was möglich ist. Urlaubs- und verletzungsbedingt
nicht in Bestbesetzung, aber das ist ja heutzutage normal und bei allen gleich."

SV Germania Bredenborn – FC Germete-Wormeln 03 (Sonntag, 15:00 Uhr)

Der FC Germete-Wormeln 03 will im Spiel bei SV Germania Bredenborn nach drei Spielen ohne Sieg den Abwärtstrend endlich stoppen. Letzte Woche gewann SV Germania Bredenborn gegen die Warburger SV mit 3:2. Somit belegt SV Germania Bredenborn mit elf Punkten den fünften Tabellenplatz. Am letzten Spieltag kassierte der FC die fünfte Saisonniederlage gegen TuS Lüchtringen. Vor heimischer Kulisse hatte der FC Germete-Wormeln 03 im Hinspiel einen 2:1-Sieg eingefahren.

Die formschwache Abwehr, die bis dato 19 Gegentreffer zuließ, ist ein entscheidender Grund für das schlechte Abschneiden von SV Germania Bredenborn in dieser Saison. Nach zehn ausgetragenen Partien ist das Abschneiden der Elf von Trainer Julian Middeke insgesamt durchschnittlich: drei Siege, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen.

Die Offensive des FC zeigt sich bislang äußerst abschlussschwach – acht geschossene Treffer stellen den schlechtesten Ligawert dar.

Mit neun Punkten nimmt Germete-Wormeln den siebten Tabellenplatz ein. Damit ist man SV Germania Bredenborn ganz dicht auf den Fersen, denn die Heimmannschaft hat mit elf Punkten nur zwei Zähler mehr auf dem Konto und steht auf dem fünften Platz.

Die Zuschauer dürfen ein ausgeglichenes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften erwarten – zumindest lässt das bisherige Saisonabschneiden der beiden Teams diese Schlussfolgerung zu. Sebastian Middeke, Coach der Hausherren führt aus. "Das Hinspiel war eine Partie zum vergessen. Unsere Abstände und das Spiel gegen den Ball haben überhaupt nicht gepasst. Von daher erwarte ich von meinen Jungs eine Reaktion, gerade in Hinblick darauf, das wir ein Heimspiel und am übernächsten Samstag unsere große 100+1 Jahrfeier haben.
Dennoch benötigt es dafür Disziplin und besonders eine gute Spielvorbereitung …. damit ist zur Jungschützenparty Samstag Abend alles gesagt."


Christian Losse, Betreuer des FC teilte mit. "Mit dem Hinspiel gegen Bredenborn konnten wir siegreich in die Meisterrunde starten. Daher ist es klar, dass wir auch im Rückspiel etwas mitnehmen wollen. Personell sah es in den letzten Spielen leider zunehmend schlechter aus. Trotz der längerfristigen Ausfälle von Leistungsträgern wollen wir das Beste aus den kommenden Spielen heraus holen."

Kommentieren