Jubel beim SV O-B

"Wir haben es heute nicht geregelt bekommen"

15. Mai 2022, 22:01 Uhr

Bittere Niederlage für den SV Bökendorf in der Westfalenliga. Der Abstieg wird ein immer bedrohlicheres Szenario nach der Niederlage im Kellerduell. Es fehlen derzeit sechs Zähler auf den VfL Bochum II. Ottbergen/Bruchhausen hat in der Landesliga den Klassenerhalt perfekt gemacht. 

Frauen-Westfalenliga: SV Bökendorf – SV Fortuna Freudenberg 1:3 (0:1)

SV Fortuna Freudenberg kam am Sonntag zu einem 3:1-Erfolg gegen SV Bökendorf. Das Hinspiel, das 3:1 geendet war, hatte seinen Sieger mit SV Fortuna Freudenberg gefunden.

Für das erste Tor sorgte Louisa Saßmannshausen. In der 21. Minute traf die Spielerin des Teams von Coach Wolfgang Klaes ins Schwarze. Ein Tor mehr für den Gast machte den Unterschied zur Pause zwischen den beiden Mannschaften aus. Mit einem Doppelwechsel in der Halbzeitpause holte Lena Kuhlmann Chantal Campos Chavero und Jana Hoffmann vom Feld und brachte Mariella Oebbeke und Svenja Lessmann ins Spiel. Saßmannshausen schnürte mit ihrem zweiten Treffer einen Doppelpack und brachte ihre Mannschaft auf die Siegerstraße (57.). Lessmann zeichnete in der 83. Minute als Schützin des Anschlusstreffers verantwortlich, als sie vor 60 Zuschauern vollstreckte. SV Fortuna Freudenberg baute die Führung in der Nachspielzeit aus, als Hayat Jaber in der 94. Minute traf. Im Endeffekt kassierte SV Bökendorf gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf eine schmerzliche Niederlage.

Die Gastgeber bekommen das Defensivmanko nicht in den Griff und stecken weiter im Keller fest. Mit nun schon 14 Niederlagen, aber nur fünf Siegen und fünf Unentschieden sind die Aussichten von SV Bökendorf alles andere als positiv.

Im Tableau hatte der Sieg von SV Fortuna Freudenberg keine Auswirkungen, es bleibt bei Platz elf. SV Fortuna Freudenberg bessert seine eher dürftige Bilanz auf und kommt nun auf insgesamt acht Siege, drei Unentschieden und zwölf Pleiten. Für SV Fortuna Freudenberg sprangen in den letzten fünf Spielen nur zwei Punkte heraus.

Vor heimischem Publikum trifft SV Bökendorf am nächsten Sonntag auf DJK VfL Billerbeck, während SV Fortuna Freudenberg am selben Tag DJK Arminia Ibbenbüren in Empfang nimmt.


Dieter Olejak, Trainer der Bökendorferinnen schilderte. "Wir haben es heute nicht geregelt bekommen. Insgesamt viel zu wenig biss. Wenn wir zwei identische Standards nicht verteidigen können, weil wir ni ht wachsam genug sind, haben wir den Sieg auch nicht verdient. Im Wort Abstiegskampf steckt das Wort Kampf drinnen und wenn ich das nicht bis zum letzten umsetze, darf man sich nicht wundern, wenn es am Ende nicht reicht. Wir hatten zwar mehr vom Spiel, waren aber insgesamt vor dem Tor nicht zwingend genug. Freundenberg macht nach einer Ecke das 1:0. In der zweiten Halbzeit bekommen wir nochmal den gleichen Gegentreffer. Wir hatten zwar noch Chancen, bekommen die Kirsche aber nicht ins Tor. Erst Svenja Lessmann macht den Anschluss. Zum Schluss bekommen wir nach einem individuellen Fehler noch das 3:1."

Frauen Landesliga Staffel 1: SV Germania Stirpe – SV Ottbergen-Bruchhausen 1:1 (0:0)

Das Spiel zwischen SV Germania Stirpe und SV Ottbergen-Bruchhausen endete 1:1. SV Ottbergen-Bruchhausen erwies sich gegen SV Germania Stirpe als harte Nuss: Mehr als ein Unentschieden sprang für den Favoriten nicht heraus. Die Kräfteverhältnisse im Hinspiel waren deutlich verteilt gewesen: SV Germania Stirpe hatte einen klaren 4:1-Sieg gefeiert.

Im ersten Durchgang tasteten sich die beiden Mannschaften lediglich ab, Tore gab es nicht zu verzeichnen. Für das erste Tor sorgte Melina Menneke. In der 50. Minute traf die Spielerin von SV Ottbergen-Bruchhausen ins Schwarze. Kurz vor dem Ende des Spiels jubelte Lea Rogozinski mit ihren Teamkollegen über ihren Treffer in der 87. Minute, der einen Gleichstand herbeiführte. Letzten Endes wurde im Aufeinandertreffen von SV Germania Stirpe mit SV Ottbergen-Bruchhausen kein Sieger ermittelt.

SV Germania Stirpe bleibt mit diesem Remis weiterhin auf Platz vier. Die Heimmannschaft weist in dieser Saison mittlerweile die stolze Bilanz von 13 Erfolgen, sieben Punkteteilungen und fünf Niederlagen vor. Sieben Spiele ist es her, dass das Team von Coach Dominique Heinke zuletzt eine Niederlage kassierte.

Kurz vor dem Ende des Fußballjahres rangiert SV Ottbergen-Bruchhausen knapp im gesicherten Bereich. Wo bei den Gästen der Schuh drückt, ist offensichtlich: Die 29 erzielten Treffer sind Ausdruck mangelnder Durchschlagskraft. Die Mannschaft von Coach Manuel Bohnert kann zufrieden auf die Endphase schauen, liegt die letzte Niederlage doch schon vier Spiele zurück.

Weiter geht es für SV Germania Stirpe am kommenden Sonntag daheim gegen TuS Belecke. Für SV Ottbergen-Bruchhausen steht am gleichen Tag ein Duell mit TuRa Löhne an.

Gästetrainer Manuel Bohnert sagte uns. "Durch das 1:1 in Stirpe haben wir am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft. Wir sind super happy.
Die Mädels haben alles auf dem Platz gelassen was geht. Ich bin mega, mega stolz auf meine Spielerinnen, mehr kann man nicht investieren als sie das heute getan haben.
Unsere Führung erzielte Melina Menneke in der 50. Minute durch ein aggressives Anlaufen der Torhüterin, wodurch sie den langen Ball blocken kann und direkt ins Tor ablenkt. Der Ausgleich fiel in der 87. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß. Dadurch wurde es in den letzten Minuten für meinen Geschmack nochmal etwas zu spannend.
Meine Mannschaft hat sich das Unentschieden und den Klassenerhalt mehr als verdient. Sie hat heute wieder richtig gut Fußball gespielt und sich noch einige gute Möglichkeiten herausgespielt. Auch die Defensivarbeit war auf allen Positionen überragend."

Frauen Landesliga Staffel 1: BV Werther – Phönix 95 Höxter 2:2 (1:1)

BV Werther und Phönix 95 Höxter trennten sich mit einem 2:2-Unentschieden. Vor dem Spiel war kein Favorit auszumachen und das spiegelte sich auch im Ergebnis wider. Im Hinspiel hatte BV Werther bei Phönix 95 Höxter einen 2:0-Sieg eingefahren.

Für das erste Tor sorgte Jennifer Smith. In der 32. Minute traf die Spielerin von Phönix 95 Höxter ins Schwarze. Jetzt erst recht, dachte sich Julia Glatfeld, die kurz nach dem Nackenschlag den Ausgleich parat hatte (37.). Eine Aussage darüber, wer am Ende die Nase vorn haben würde, war nach dem Abpfiff der ersten Halbzeit noch nicht zu treffen. Es ging mit einem Gleichstand in die Kabinen. Zum Seitenwechsel ersetzte Renee-Dederike Aarents von Phönix 95 Höxter ihre Teamkameradin Helena Rode. Sechs Minuten später gingen die Gäste durch den zweiten Treffer von Smith in Führung. BV Werther drängte auf den Ausgleich. Für frischen Wind sollten Friedje Bormann und Pia Sophie Görner sorgen, die per Doppelwechsel für Miriam Mowwe und Martha Diester auf das Spielfeld kamen (68.). In der 74. Minute sicherte Glatfeld ihrer Mannschaft mit dem Ausgleich zum 2:2 das Unentschieden. Damit schoss sie bereits ihren zweiten Treffer. Letzten Endes gewann niemand die Oberhand, sodass sich BV Werther und Phönix 95 Höxter die Punkte teilten.

BV Werther bleibt mit diesem Remis weiterhin auf Platz fünf. Den bitteren Geschmack einer Niederlage erlebten die Gastgeber seit einiger Zeit nicht mehr. Exakt acht Spiele ist es her.

Kurz vor Ende der Spielzeit nimmt Phönix 95 Höxter eine Position im unteren Tabellenmittelfeld ein. Die Mannschaft von Trainer Philipp Müller ist seit drei Spielen unbezwungen.

BV Werther tritt am kommenden Sonntag bei der Zweitvertretung von DSC Arminia Bielefeld an, Phönix 95 Höxter empfängt am selben Tag Hövelhofer SV.


Philipp Müller, Übungsleiter der Höxteraner äußerte. "Spielen in Werther 2:2. Ein gerechtes Ergebnis auch wenn wir zweimal geführt haben, hatte Werther vor allem in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz. Unsere Tore zum 0:1 und 1:2 erzielt jeweils Jennifer Smith. Kompliment an die Truppe, die sich mit 12 Frauen im vorletzten Spiel obwohl es um nichts mehr ging nochmal richtig reingehauen haben. Klasse Leistung."

Frauen Bezirksliga Staffel 2: SV Kollerbeck – FC Donop-Voßheide II 1:0 (1:0)

SV Kollerbeck trug einen knappen 1:0-Erfolg gegen die Zweitvertretung von FC Donop-Voßheide davon. Hundertprozentig überzeugen konnte SV Kollerbeck dabei jedoch nicht. Im Hinspiel hatte die Mannschaft von Trainer Patrick Oestreich vor eigenem Publikum ein 3:0 verbucht.

Ehe der Unparteiische Helge Heinemann die Protagonistinnen zur Pause bat, traf Marie Brisgies zum 1:0 zugunsten der Heimmannschaft (41.). Ein Tor auf Seiten von SV Kollerbeck machte zur Pause den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften aus. Zum Seitenwechsel ersetzte Karina Niemann von SV Kollerbeck ihre Teamkameradin Lea Meyer. Schlussendlich pfiff Referee Helge Heinemann das Spiel ab, ohne dass Tore im zweiten Durchgang zu bejubeln waren. SV Kollerbeck brachte am Ende einen knappen Dreier unter Dach und Fach.

SV Kollerbeck behauptet nach dem Erfolg über FC Donop-Voßheide II den dritten Tabellenplatz. Der Fünf-Spiele-Trend kommt bei SV Kollerbeck etwas bescheiden daher. Lediglich sieben Punkte ergatterte SV Kollerbeck.

FC Donop-Voßheide II muss sich ohne Zweifel um die eigene Abwehr kümmern. Im Schnitt kassierte das Team mehr als drei Gegentreffer pro Spiel. Trotz der Niederlage fiel die Elf von Coach Dennis Brand in der Tabelle nicht zurück und bleibt damit auf Platz neun. Nun mussten sich die Gäste schon elfmal in dieser Spielzeit geschlagen geben. Die vier Siege und drei Unentschieden auf der Habenseite zeigen, dass die Aussichten nicht besonders beruhigend sind. FC Donop-Voßheide II kann zufrieden auf die Endphase schauen, liegt die letzte Niederlage doch schon vier Spiele zurück.

Nächster Prüfstein für SV Kollerbeck ist BV Bad Sassendorf (Sonntag, 11:00 Uhr). FC Donop-Voßheide II misst sich am selben Tag mit TuS Asemissen (13:00 Uhr).


Patrick Oestreich, Kollerbecks Trainer erläuterte. "Wir haben 1:0 gewonnen. Es war bei den Temperaturen heute ein zähes Spiel und mit Sicherheit nicht unsere beste Leistung. Der Gegner hat es defensiv gut gemacht und uns ist ehrlich gesagt auch zu wenig eingefallen um uns große Chancen herauszuspielen. Kurz vor der Halbzeit gehen wir nach einer schönen Kombinationen durchs Mittelfeld mit einem tollen Schuss aus 20m von Marie Brisgies in Führung. In der zweiten Halbzeit war es ein lauer Sommerkick und wir haben die knappe Führung souverän verteidigt. Der Gegner war offensiv überhaupt nicht präsent oder gefährlich außer einmal kurz vor Schluss als nach einem langen Freistoß Nicki Heptner den vor der Linie klären musste.
Durch den achten Heimsieg der Saison haben wir damit Platz drei bereits sicher und können nächste Woche nochmal einen letzten Angriff auf Platz zwei starten."

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